Ein internistischer Onkologe und ein Pathologe, die sich seit vielen Jahren intensiv mit den seltenen "neuroendokrinen Neoplasien" (NEN) befasst haben, legen hierzu eine aktuelle Übersicht vor. Im ersten Schwerpunkt des Kompendiums werden Klassifikation, Klinik, Diagnostik und Organlokalisationen von NEN vorgestellt. Ein zweiter Schwerpunkt gilt der Darstellung von neuroendokrinen Neoplasien und anderen Neubildungen, die Hormone und hormonähnliche Substanzen freisetzen und oft zu sehr prägnanten Hormonhypersekretionssyndromen führen können. Neuroendokrine Neoplasien werden heute zwar zunehmend öfter diagnostiziert, sind aber nach wie vor insgesamt selten, sodass sie als sehr heterogene und ubiquitär auftretende Krankheiten für viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen noch immer "ein weites Feld" sind. Nicht selten wird die Diagnose zu spät gestellt, wodurch Therapiechancen verzögert werden. Der Erfolg der Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Neoplasien hängt explizit von einer engen Zusammenarbeit vieler Fachdisziplinen wie Onkologen, chirurgischen Organspezialisten, Pathologen, Radiologen, Nuklearmedizinern, Labormedizinern und Rehabilitationsärzten in Tumorboards und Zentren für neuroendokrine Tumoren ab.
1966 - 1972 Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1973 Diplom am Institut für Pharmakologie/Toxikologie in Jena. 1972 - 1977 Facharztausbildung Innere Medizin in Karl-Marx-Stadt. 1977 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1991 Promotion B zu einem Herzinfarktthema in Berlin, 1992 Umwandlung in Dr. med. habil. an der Universität Leipzig. 1991 - 1993 Leiter der Städtischen Rehabilitationsklinik für Herz-Kreislauf-Krankheiten in Chemnitz. 1989 - 1992 Sekretär und Schatzmeister der Medizinisch-Wissenschaftlichen Gesellschaft Karl-Marx-Stadt / Chemnitz, seit 1992 Schatzmeister der Sächsischen Gesellschaft für Innere Medizin. 1991 - 2007 Leiter der Abteilung Internistische Onkologie/Immunologie an der Klinik für Innere Medizin des Klinikum Chemnitz. 1991 Gründungsmitglied des Tumorzentrums Chemnitz und Beiratssprecher. 1992 - 1996 Vorlesungen am Bildungszentrum des Sächsischen Staatsministeriums für Internisten in Lichtenwalde. 1996 Teilgebietsbezeichnung Hämatologie/Internistische Onkologie in Dresden. Seit 1997 Referent des Intensivkurses Innere Medizin in Dresden. 1999 Verleihung der Lehrbefugnis (Facultas Docendi) und Ernennung zum Privatdozent durch die Universität Leipzig. Seit 1999 ordentliches Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft. Leitung von drei onkologischen Phase-II-Studien und Teilnahme an 20 nationalen Phase-II, III und IV-Studien als Prüfarzt. Betreuung von 18 erfolgreichen Promotionen an den Universitäten Leipzig, Berlin und Gutachter für zwei Promotionen an der Universität Leipzig. 2004 Bestellung zur Prüferkommission für den 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an den Universitäten Dresden und Leipzig durch die Landesdirektion Sachsen. 2007 Bestellung als Prüfer und Prüfungsvorsitzender für Kenntnisprüfungen gemäß Bundesärzteordnung durch das Regierungspräsidium Dresden. 2009 - 2016 Aufbau und Leitung der Zentren für Neuroendokrine Neoplasien und gastrointestinale Stromatumoren im Klinikum Chemnitz sowie 2012 - 2022 in Oelsnitz/Stollberg. 1999 Wahl in den Vorstand der Sächsischen Krebsgesellschaft, 2001 - 2006 deren wissenschaftlicher Vorstandsvorsitzender. 2007 Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Sächsischen Krebsgesellschaft. 1977 - 2023 Erst- und Koautor von 227 Publikationen sowie von 394 Vorträgen, Postern und Vorsitzen auf nationalen, internationalen Tagungen, Symposien und Kongressen.
1972-1978 Studium der Humanmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1976 Diplom Medizinische Fakultät Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1978 Promotion (Dr. med. - Untersuchungen zum Frequenzspektrum normaler Magen-Darm-Geräusche und zur intraluminalen Fonoenterografie) Medizinische Fakultät Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1990 Promotion B (Dr. sc. med. - Mikroskopische und morphometrische Untersuchungen der peripheren arteriellen Chemorezeptoren bei arterieller Hypertension mit besonderer Berücksichtigung des Glomus caroticum der spontan hypertonen Ratte des OKAMOTO-AOKI-Stammes (SHR) Medizinische Fakultät Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1991 Research Fellowship Department of Anatomy Universität Leicester (UK). 1994 Umwandlung in Dr. med. habil. an der Universität Leipzig. 2000 Verleihung der Lehrbefugnis (Facultas Docendi) und Ernennung zum Privatdozenten durch die Universität Leipzig. 1978 - 1983 Facharztausbildung (Pathologische Anatomie) am Institut für Pathologie des Bezirkskrankenhauses Karl-Marx-Stadt. 1996 - 2011 Chefarzt des Institutes für Pathologie am Klinikum Chemnitz. 2011 - 2016 Pathologe in eigener Niederlassung. 2003 - 2015 Mitglied der Facharztprüfungskommission Pathologie der Sächsischen Landesärztekammer. 2008 Referenzpathologe im Mammographie-Screening-Programm für Sachsen und Sachsen-Anhalt i.A. des Referenzzentrums Berlin. 2016 - 2020 Mitglied des Beirates der Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie (QuIP GmbH) im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Pathologen. 1978 - 2023 Erstautor von 52 wissenschaftlichen Publikationen.
Sächsische Krebsgesellschaft e. V. (Hrsg.)
Die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft mit stark ausgeprägter gesundheitspolitischer Zielsetzung. Sie strebt zur Erfüllung ihrer Aufgaben eine enge Zusammenarbeit mit allen Behörden, Körperschaften, Organisationen und Einzelpersonen an, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen und fördert alle Bestrebungen zur Bekämpfung der Krebskrankheiten.
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