Kurz bevor er das Alter erreicht, in dem jeder Neandertaler die Mannbarkeitsprüfung ablegt, beginnt Cro zu träumen. Als E.T., der »erste Träumer« aus der Menschenwelt, taucht er fortan im Schlaf in ein ihm fremdes Universum ein, das ihn weit über seinen Erlebnishorizont hinausbringt - die Traumburg. Eine innere Stimme, die sich ihm als Amygdala vorstellt, berät und führt ihn. Durch sie erweitert sich sein Vokabular sprunghaft. Cro meistert dies, ohne sich zu viele Gedanken zu machen. Nur manchmal ist er überfordert - immer dann, wenn Amygdala versucht, den jungen geschlechtsreifen Mann an der Leine zu halten. Die Stimme ist ihrerseits in einer eigenen Welt zugange, dem Ort, an dem sich sämtliche Träumende aus allen Zeiten einfinden. Indem sie den Aufbau dieser Traumburg gestaltet und immer wieder ergänzt und neu organisiert, hält sie Ordnung, so gut es eben geht. Sie hat die Allmacht, ist allwissend, aber sie verzettelt sich ständig mit einzelnen Träumenden. Kein Wunder, dass sie davon überfordert ist. Und auch E.T., der doch aufgrund seines einfachen Gemüts in den verschachtelten Gängen der Traumburg noch nichts zu suchen hat, schleicht sich immer öfter ein und sorgt für Chaos. Dabei will er doch nur seine Traumfrau Freda wiederfinden, die von einem fremden Stamm entführt wurde. Eine Katastrophe bahnt sich an.
Astrid Mazur-Schaar wurde 1958 in München geboren. Sie studierte weder dies noch das, auch nicht solches, geschweige denn jenes. In ihren Träumen erlebt sie oft wundersame Abenteuer, wovon das Fliegen immer am schönsten ist. Nur selten gelingt es ihr, an frühere Träume anzuknüpfen. Doch häufig gerät sie in eine verwinkelte Burg mit abstruser Einrichtung. Hauptsache, gut geschlafen ...
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.