NATAn spricht mit nATAN. Der Eine ist wie der Andere, nur umgedreht. NATAn will sterben - doch nATAN will leben. "Es ist ein herrlicher Tag mit einem düsteren Inneren. Komm, wir gehen. Wir verabschieden uns von unserer Familie und beenden es draußen an der Schleuse. Wir springen ins Wasser und ertrinken." Plötzlich findet er sich rücklings auf Jürgens dunklem Parkettboden wieder. Doch wer ist dieser vertraute unvertraute Jürgen, der ihm ein wohliges Gefühl entlockt? "Ich öffne die Augen und sehe Jürgen. Woher ich seinen Namen kenne, weiß ich nicht. Er ist rothaarig und hat Sommersprossen im Gesicht. Ich glaube, ich mag ihn, denn ich fühle mich wohl in seiner Nähe."
Inhaltshinweis: Diese Erzählung behandelt Suizidalität, psychische Krisen und Drogenkonsum auf eindringliche Weise. Wenn Sie sich selbst in einer Krise befinden, finden Sie Unterstützung z. B. bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenfrei und anonym).
Theodoros Iatridis, geboren 1984 in Gifhorn, schreibt seit 2019 Romane und Erzählungen, die sich dem psychologischen Innenleben seiner Figuren widmen. Nach seinem Debüt "klein ist die Seele" sowie weiteren Veröffentlichungen wie "Vergangenes noch heute", "das weiße Haus mit den weißen Dachziegeln", "schau hoch, ich lass mich fallen", "wir haben ein leeres Geheimnis gelüftet" und "Wenn der Zauber Einlass fordert" widmet er sich mit "nataN" einer Erzählung über Suizidalität, Identität und die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um das Unaushaltbare aushaltbar zu machen. Theodoros Iatridis arbeitet als Lehrkraft an einer Sekundarschule.
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