Der Band Nach der Gewissheit vereint zwei philosophische Skizzen, die von derselben Frage ausgehen: Was lässt sich noch verantwortbar sagen und tun, wenn letzte Gewissheiten nicht vorausgesetzt werden können?
Das erste Buch untersucht, wie Welt, andere Menschen und möglicherweise auch Gott dem Einzelnen zukommen. Es unterscheidet sorgfältig zwischen Erfahrung, Deutung und ontologischer Behauptung. Gottesbegegnung wird weder bewiesen noch verworfen. Gefragt wird vielmehr, wie religiöse Erfahrung möglich bleibt, ohne das Erlebte zu überfordern oder sich gegen Zweifel und Kritik abzuschließen.
Das zweite Buch entwickelt aus derselben skeptischen Grundhaltung eine minimalistische Ethik. Auch ohne Kenntnis eines höchsten Gutes ist nicht jedes Tun und Lassen gleichermaßen gerechtfertigt. Alterität, Schutz vor unwiederbringlichem Verlust, Offenhaltung realer Freiheit, Vermeidung schweren Leids, Beteiligung Betroffener, Wahrhaftigkeit, Fairness und Korrigierbarkeit bilden Kriterien für verantwortliches Handeln unter Unsicherheit.
Beide Bücher verbindet ein zurückhaltender Grundsatz: Es soll nicht mehr behauptet werden, als sich tragen lässt - aber auch nicht weniger verantwortet werden, als trotz aller Unsicherheit möglich ist.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.