Nach dem Ende der Teilung

Nach dem Ende der Teilung

Über Identitäten und Intellektualität in Deutschland

Dieter Henrich

Reihe: edition suhrkamp

Geistes-, Sozial- & Kulturwissenschaften

Paperback

236 Seiten

ISBN-13: 9783518118139

Verlag: Suhrkamp

Erscheinungsdatum: 23.06.1993

Sprache: Deutsch

Schlagworte: 20. Jahrhundert, Aufsatzsammlung, Deutschland, Identität, Nation

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»Eine so gewaltige Anstrengung, wie es die Neubestimmung der Rolle Deutschlangs in Europa ist, bedarf einer ebenso gewaltigen Selbstbesinnung, wenn sie vernünftigen Zielen dienen soll: So wendet Heinrich einen Kerngedanken der klassischen deutschen Philosophie an, den vom notwendigen Einklang von Denken und Handeln« – so urteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung über das 1990 als Band 1658 in der edition suhrkamp erschienene Buch von Dieter Henrich, Eine Republik Deutschland. In dem neuen Buch von Dieter Heinrich werden die Reflexionen aus dem erwähnten Band mit Texten aus den Jahren 1991 und 1992 aufgenommen und weitergeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei Erwägungen, wie sich die Deutschen, als Volk und Nation, verstehen und wie sie sich aus diesem Verständnis heraus in ihrer neuen Rolle verhalten und bewähren können. Wie, so fragt Dieter Henrich, ist eine deutsche Identität im vielfältigen Sinne dieses Modeworts nach dem Ende der Teilung zu verstehen, und wie kann man einen Begriff von der Nation so bestimmen, daß sich Folgerungen für die Lage der deutschen Nation ergeben, die nicht auf Abwege führen? Das spezifische Kennzeichen der Reflexionen zur Beantwortung dieser Fragen liegt in dem Bemühen, immer zugleich von den Erfahrungen und Gesichtspunkten der Ost-Bürger aus zu denken und damit ihrem Verdienst für die Beendigung der deutschen Teilung gerecht zu werden.
Dieter Henrich

Dieter Henrich

Geboren am 5. Januar 1927 in Marburg, studierte Dieter Henrich von 1946 bis 1950 in Marburg, Frankfurt und Heidelberg (u.a. bei Hans-Georg Gadamer) Philosophie. Seine Dissertationsschrift aus dem Jahr 1950 trägt den Titel Die Grundlagen der Wissenschaftslehre Max Webers. Nach der Habilitation 1955/56 lehrte Henrich in Berlin, Heidelberg und den USA, bevor er 1981 als Ordinarius für Philosophie an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen wurde. Seit 1997 war er Honorarprofessor an der Berliner Humboldt-Universität. Dieter Henrich verstarb am 17. Dezember 2022 im Alter von 95 Jahren.

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