Rebecca schreibt beruflich über Wertschätzung und Wirkung. Als sie an Karfreitag zusammenbricht, fehlen ihr ausgerechnet für sich selbst die Worte.
In den Wochen ihrer Krankschreibung wird ihr Leben langsamer. Erinnerungen kehren zurück: an ihren früh verstorbenen Vater, an ihre Mutter, deren Distanz bis in die Gegenwart reicht, und an einen Verlust, über den sie nie gesprochen hat. Eine alte Freundin tritt wieder in ihr Leben. Ein Therapeut stellt Fragen. Schließlich steigt Rebecca in einen Zug ans Meer.
MONATE OHNE R erzählt von einer Frau, die lange funktioniert hat und nun aushalten muss, was sich nicht länger verdrängen lässt. Von Verlust, Schutz und einer vorsichtigen Rückkehr in die Gegenwart.
Anja Beer studierte Journalistik, Literaturwissenschaft und Philosophie. Sie lebt in München und arbeitet in der Gesundheitskommunikation - mit langjähriger Nähe zu medizinischen und gesellschaftlichen Grenzfragen. In ihren Texten interessiert sie sich für das, was unter der Oberfläche eines funktionierenden Lebens in Bewegung gerät. MONATE OHNE R ist ihre literarische Debüterzählung.
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