Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin. Paul ist ein Tagträumer, er hängt immer noch seiner Studentenzeit nach. Als Redaktionsvolontär ist er gescheitert, nun soll er als Quereinsteiger die EDV eines Frankfurter Verlags gegen den Millennium-Bug absichern. Von der Energie seiner Kollegin Elli fühlt er sich angezogen, doch während alle Welt gebannt auf den drohenden Systemabsturz starrt, kämpft sie mit ganz anderen Problemen: Erst behauptet ihr Vater, er hätte Kontakt zu ihrer verstorbenen Mutter aufgenommen, dann wird sie unversehens von einem einschneidenden Erlebnis aus ihrer Vergangenheit eingeholt. Paul verpasst die Gelegenheit, Elli seine Gefühle zu offenbaren. Sie zieht sich von ihm zurück, er stürzt sich in die Schwärmerei für eine rätselhafte Schöne, die ihm beim Maientanz den Kopf verdreht. Schauerromantik trifft Magischen Realismus.
Andreas Rodenheber hat Germanistik und Politikwissenschaft in Gießen studiert. Nach dem Ersten Staatsexamen fürs Lehramt absolvierte er ein Kurzvolontariat in einem Verlag und arbeitete in Werbeagenturen in Bad Homburg und Frankfurt, bevor er sich 1995 als Texter selbstständig machte. Seine Kurzgeschichte "Die lange Nacht der Krokodile" erschien 2025 in der Anthologie "In vollen Zügen" von "Treffpunkt Schreiben".
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