Mit vierzehn beginnt Noel Gugler, iPhones zu reparieren. Seine Werkstatt steht zwischen Bett und Kommode.
Der erste Reparaturversuch am eigenen Smartphone geht schief. Der zweite gelingt. Kurz darauf steht der erste zahlende Kunde vor der Tür. Aus geliehenem Werkzeug, selbst verdientem Geld und einer Geschäftsidee entsteht Gugilar.
Während Noel zur Schule geht und später seine Elektronikerlehre absolviert, wächst das Unternehmen. Er verhandelt mit erwachsenen Kunden, bestellt Ersatzteile direkt aus China und stellt seinen ersten Mitarbeiter ein. Dabei lernt er, was auf keiner fertigen Rechnung steht: wie schwer es sein kann, den eigenen Preis zu verteidigen, Verantwortung für Fehler zu übernehmen und einen Freund anzuleiten. Bald zeigt sich auch: Umsatz ist noch kein Gewinn. Und ein einziger Fehler kann den Ertrag vieler Reparaturen aufbrauchen.
Noel Gugler erzählt von fast sieben Jahren Selbstständigkeit, von seinem Wunsch, davon leben zu können, und von der Entscheidung, schliesslich aufzuhören. Nah am damaligen Alltag und mit dem Blick von heute zeigt er, wie sich seine Vorstellung vom Unternehmertum verändert hat.
Eine persönliche Geschichte über das Anfangen, das Dazulernen und die Erfahrungen, die bleiben, wenn ein Unternehmen endet.
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