Was bleibt von einem Menschen, wenn Erinnerungen gehen?
Wenn der Körper nicht mehr gehorcht, Worte fehlen und die Orientierung langsam zerbricht?
Mehr als nur Pflege Ich sehe dich erzählt in ehrlichen, ruhigen und nahen Geschichten vom Leben im Pflegeheim aus der Perspektive einer Pflege und Betreuungskraft, die nicht nur versorgt, sondern begleitet. Im Mittelpunkt stehen die Bewohnerinnen und Bewohner: ihre Innenwelt, ihre Gefühle, ihre Angst, ihre Würde und das, was von ihnen bleibt, wenn Krankheit Identität verändert.
Das Buch richtet den Blick weg vom reinen Funktionieren und hin zum Erleben. Es beschreibt Demenz nicht als bloßes Vergessen, sondern als Verlorensein. Es zeigt, dass Verhalten keine Störung ist, sondern eine Form von Sprache. Dass Aggression oft Angst ist. Rückzug oft Traurigkeit. Und dass Nähe manchmal alles ist, was noch Halt gibt.
In persönlichen Geschichten geht es um Nachtschichten, um Sterbebetten und Abschiede, um Verzeihen, um schöne Tage und um die leisen Momente dazwischen, die oft mehr sagen als Worte. Es geht um Bewohner, die man nie vergisst. Um Ausbildung, Zweifel, Angst und Verantwortung. Und um die bewusste Entscheidung, Menschen nicht ständig zu korrigieren, sondern ihnen in ihrer Wirklichkeit zu begegnen und sie darin zu begleiten.
Neben persönlichen Erlebnissen greift das Buch auch verschiedene Krankheitsbilder auf, darunter Demenz, Alzheimer, Parkinson, Schlaganfall, Depression im Alter und palliative Situationen. Dabei steht nicht die Diagnose im Vordergrund, sondern der Mensch dahinter mit seinen Bedürfnissen, seiner Geschichte und seinem Wunsch, ernst genommen zu werden.
Mehr als nur Pflege Ich sehe dich ist der zweite Teil von Mehr als nur Pflege
Es richtet sich an Pflegekräfte, Betreuungskräfte, Angehörige und alle, die verstehen möchten, was es heißt, gesehen zu werden, wenn man sich selbst langsam verliert.
Ein Buch über Nähe.
Über Menschlichkeit.
Und darüber, warum Pflege mehr ist als Zeit und Aufgaben nämlich Beziehung
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