Marie lernte ihre Eltern nie kennen, ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, ihr Vater kehrte von einem Auftrag nicht zurück. Sie wuchs bei ihrer Ziehmutter Grete, einer Hebamme, in der Nähe der Stadt Salzburg auf. 1727 lernte sie am Hauptmarkt den jungen Grafensohn Laktanz kennen. Sie war beeindruckt vom Neffen des neuen fürstlichen Erzbischofs Reichsherr von Firmian. Als Standlerin am Bauernmarkt erfuhr sie, dass es im Innergebirg' Geheim-Protestanten geben würde. Der neue Erzbischof verwies über 20.000 Protestanten per Erlass des Landes. In diesen dunklen Tagen erfuhr Marie, wer ihre Eltern waren.
Seit 2019 schreibt sie auf story.one und hat sich damit einen festen Platz in der Welt der Kurzgeschichten geschaffen. Ihre Geschichten sind mehr als Momentaufnahmen: Sie sind Wegmarken eines Lebens, das neugierig bleibt und sich immer wieder dem Staunen öffnet. Mit präzisem Blick für Stimmungen, Orte und Menschen verwandelt sie Erlebtes in kleine literarische Miniaturen, die Authentizität und Emotion verbinden. Für sie ist Schreiben eine Form des Erinnerns ein stilles Handwerk, das Vergängliches bewahrt, bevor es verweht. Was bleibt, sind Bücher, die weiterklingen, weil sie ehrlich, achtsam und voller leiser Leidenschaft geschrieben sind.
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