Zwanzig Jahre lang habe ich daran verdient, dass Menschen sich selbst nicht genügen.
Ich habe in mehr Gesichter gesehen als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben, und in fast jedem irgendwann denselben Blick: den Wunsch nach einer Korrektur, wo nichts zu korrigieren war. Diesen Blick habe ich genährt, mit Spritzen, mit Behandlungen, mit einem Beruf, der davon lebt. Bis ich es nicht mehr mit mir vereinbaren konnte.
Dieses Buch ist der Blick von innen. Auf eine Industrie, die den Mangel nicht erfindet, sondern ihm einen Preis gibt. Auf Algorithmen, die Vierzehnjährigen beibringen, was an ihnen falsch sein soll. Auf das, was im Kopf geschieht, wenn wir in den Spiegel schauen. Und auf die Frage dahinter: Wem gehört das Urteil über Ihren Wert?
Wer seinen Wert nicht mehr kaufen muss, kann ihn auch nicht mehr verlieren. Das ist unkäuflicher Selbstwert.
Ein Manifest für die Frau, die nichts an sich reparieren muss. Und für den Mann, der glaubt, das betreffe ihn nicht.
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