Deutschland mitten im Zweiten Weltkrieg. Gisela Bremicker ist nun schon seit vielen Monaten von ihrem, als Soldat einberufenen Mann Max, getrennt. In ihrer Verzweiflung und auch der Hoffnung, dass Max eines Tages zu ihr und der gemeinsamen Tochter Annegret zurückkehren wird, greift sie zu der einzigen Waffe, die ihr geblieben ist: Stift und Papier. So hält sie minutiös ihren Alltag - geprägt von Warten, Bangen und Hoffen - auf den etlichen Hamsterfahrten, Stunden in Schutzbunkern und zwischen fremden und feindlichen Soldaten fest, damit Max bei seiner erhofften Heimkehr etwas hat, was ihm die verlorenen gemeinsamen Jahre ein Stück näher bringen kann.
Erzählt wird diese Geschichte jedoch nicht von Gisela selbst, sondern von einem allgegenwärtigen Beobachter. Jemandem, der die Geschehnisse von damals nicht passender ins rechte Licht rücken und mit Blick auf die heutige weltpolitische Lage warnend beschreiben könnte: dem Krieg selbst.
Annika, geboren 1993, und aufgewachsen zwischen Deutschland und Südafrika, ist Idealistin, Neuautorin und kommt aus dem Bereich der nachhaltigen Entwicklungsforschung. Eine Station auf einem Weg, der sie über die letzten Jahre über mehrere Länder und Kulturen hinweg zurück zu den Fragen geführt hat, die sie eigentlich immer schon umgetrieben haben: soziale Gerechtigkeit, humanitäre Hilfe, Feminismus und der Widerstand gegen Patriarchat und Kapitalismus, sowie die daraus entstehende Kriegstreiberei und die Zerstörung unseres natürlichen Lebensraums. Dieses Buch ist ihr literarisches Debüt, entstanden aus den Kriegstagebüchern ihrer Großmutter und der Überzeugung, dass Geschichten über Krieg niemals einseitig erzählt werden sollten.
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