Dieses Buch richtet den Blick auf jene Orte, an denen man gewöhnlich achtlos vorbeigeht: auf schmucklose Fassaden, leere Schaufenster, öde Hinterhöfe und Häuserecken. Abgestellte Dinge erzählen von provisorischen Lösungen sowie von Spuren des Gebrauchs. Nicht die A-Lagen der Stadt stehen im Mittelpunkt, sondern die Randzonen, selbst wenn sie sich mitten im Zentrum befinden. Die Fotografien sollen keine Sensationen bieten und keine klassischen Vorstellungen vom schönen Motiv bedienen. Es sind Bilder, entdeckt im Unverborgenen - dort, wo der Alltag so selbstverständlich ist, dass er unbeachtet bleibt. Erst durch den fokussierten Ausschnitt lösen sich diese Orte aus ihrer Banalität. Linien, Flächen, Strukturen und Kontraste treten hervor und verwandeln das scheinbar Nebensächliche in etwas Besonderes.
Gerd Struwe studierte Kunst und Kunstpädagogik an der HBK Braunschweig und arbeitete künstlerisch und kuratorisch vor allem im Bereich Medienkunst. Als Fotograf ist er Autodidakt. Seine speziellen Interessen gelten der Stadtfotografie sowie abstrakter informeller Fotografie. Einen Überblick über seine gestalterischen Arbeiten gibt die Website www.sim-science.de
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