»Von Schicksalsvagabunden, Kameratographen und langhalsigen Silberkrähen hat die fünfzehnjährige Libby óBell nie zuvor gehört, als sie ihrem lieblosen Leben um Punkt Mitternacht mithilfe eines seltsamen Wesens entflieht, nur um sich kurz darauf in der geheimnisvollen Welt des VergessenenLandes wiederzufinden. Seit Jahren gehen hier allerlei Veränderungen vor sich, aber nun droht es plötzlich von mysteriösen Flecken befallen zu werden, die ihm seine Schönheit rauben, und es ist ausgerechnet Libbys Aufgabe, die Ursache der Flecken herauszufinden.
Gemeinsam mit dem siebzehnjährigen Benji, der seine eigenen Geheimnisse vor ihr zu verbergen versucht, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Verfolgt vom hinterlistigen Spürschatten, sowie Intrigen, Verrat und Abschied ausgesetzt, lernt sie jenes Land und seine sonderbaren Bewohner kennen, deren größtes Problem nicht allein die schwarzen Flecken sind. Denn der Ursprung all dessen liegt sehr viel tiefer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, und so hält das Ende ihrer Reise für Libby weit mehr bereit, als ihr lieb ist. «
»Libby óBell und das Land auf der anderen Seite« ist ein ereignisreiches Fantasy-Abenteuer mit Märchenhaften Elementen, dubiosen Übergängen und seltsamen Wesen. Dennoch greift die Geschichte sensible Themen wie emotionale Verletzungen und Belastungen sowie deren mögliche seelische Folgen und Auswirkungen auf sich selbst und andere auf.
Die unterschiedlichen Orte, die die fünfzehnjährige Protagonistin Libby auf ihrer abenteuerlichen Reise besucht, und die Bewohner, denen sie dort begegnet, halten den Leser*innen auf empathische Art vor Augen, was aus einem Einzelnen werden kann, wenn Gewalt jedweder Couleur über das Maß des Annehmbaren hinausgeht. Des Weiteren können sie daran teilhaben, wie Libby die unterschiedlichen Eindrücke ihrer Reise vor dem Hintergrund ihrer eigenen Vergangenheit reflektiert. Dadurch möchte die Geschichte ihren Lesenden bewusster machen, wie wichtig es ist, auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu achten und zugleich den Mut zu entwickeln, für sich und seine Gefühle einzustehen.
Die Leser*innen verfolgen darüber hinaus die Entwicklung einer zarten Romanze zweier Jugendlicher, Libby und Benji, die, von individuellen Schicksalsschlägen geprägt, an einem Ort zueinanderfinden, dessen Existenz ihnen bis dahin nicht einmal bewusst war.
Indra (1973) lebt mit ihrem Mann und Hundedame Hilde im Sauerland. Ihre zweite Heimat ist Hamburg, wo ein Teil ihrer Herzensmenschen zu Hause ist. Die Grundidee zu diesem Buch entstand vor vierzig Jahren, nach einem Traum über den Lampionpfad und den Jahrmarkt der Clochards. Seltsamerweise ging sie nie verloren, obwohl der Weg vom Damals zum Heute ziemlich turbulent war. »Libby óBell und das Land auf der anderen Seite« ist Indras Debütroman, den sie bereits 2024 fertigstellte.
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