"Die belebten, die erlebten, die uns mitwissenden Dinge gehen zur Neige und können nicht mehr ersetzt werden, wir sind vielleicht die letzten, die noch solche Dinge gekannt haben ..." (Rilke). Heide-Renate Döringer versucht mit diesem Buch, Gewesenes zu bewahren. Sie beschreibt ihre Kindheit in einem Hunsrückdorf. Der Zweite Weltkrieg ist gerade vorbei, und in schwierigen Zeiten beginnt ein Neuanfang. Vieles, was damals selbstverständlich war, ist heute unvorstellbar. Die Dreizeiler am Anfang eines jeden Kapitels weisen auf das kommende Thema hin. Sie orientieren sich an der japanischen Gedichtform "Haiku". Ihre Beschränkung auf 17 Silben (5-7-5) ermöglicht nur Andeutungen und lässt dem Leser Raum für Fantasie. So sind auch die Erlebnisse zu verstehen - persönliche Erfahrungen und Empfindungen zeichnen ein Bild der damaligen Lebensumstände. Die eingefügten Geschichten orientieren sich an Hunsrücksagen oder sind frei erfunden. Alle Episoden verdeutlichen, dass auch unter einfachsten Bedingungen eine ausgefüllte Kindheit möglich war.
Heide-Renate Döringer, Dr. phil., wurde 1941 in Guben/Niederlausitz geboren. Sie wuchs als Halbwaise in Herborn bei Idar-Oberstein im Hunsrück auf. Nach dem Abitur am Göttenbach-Gymnasium in Idar-Oberstein studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Kaiserslautern. Als Grundschullehrerin arbeitete H.-R Döringer, geborene Müller, in Völkenroth bei Kastellaun und in Auen-Langenthal, Kreis Bad Kreuznach. 1967 schied sie freiwillig aus dem Beamtendienst aus, um als Sprachlehrerin an der Frankfurt International School in Oberursel/Taunus zu unterrichten. Nebenberuflich begann sie 1991 mit einem Aufbaustudium an amerikanischen Universitäten. Im Jahre 1998 promovierte H.-R Döringer mit einer Disseration über Kinderliteratur im Fremdsprachenuntericht Es folgte ein Studium am Institut für Kreatives Schreiben, Berlin, das sie 2004 mit der Ernennung zur Poesiepädagogin abschloss. Im Juni 2004 beendete H.-R Döringer ihre Unterrichtslaufbahn an der Frankfurt International School. Sie erhielt bei ihrer Verabschiedung als erste Erwachsene vom Verein Europäischer Internationaler Schulen den "Award for the Promotion of International Education", eine Auszeichnung für ihre Bemühungen um internationale Erziehung.
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