In diesem Buch stellen prominente Vertreter der Theorie selbstreferentieller Systeme (Heinz von Foerster, Niklas Luhmann und Francisco Varela) ihre Ansätze den Konzepten der systemischen Therapie gegenüber (Helm Stierlin u. a.). Die Theoretiker und Praktiker gleichermaßen betreffende Frage gilt der Beziehung individueller und kollektiver Wirklichkeitskonstruktionen zu Interaktionsstrukturen und ihrer Veränderbarkeit. Am Beispiel eines konkreten Therapiefalles wird diskutiert, welche Aspekte der Theorie für die therapeutische Praxis von Bedeutung sind und welche Konsequenzen daraus abzuleiten sind. Das Buch möchte im interdisziplinären Austausch die praxisrelevanten Aspekte der Theorie veranschaulichen und kritisch überprüfen.
Helm Stierlin (1926–2021) war Psychiater, Psychoanalytiker und ein Pionier der systemischen Familientherapie. Nach Tätigkeiten in Deutschland und den USA leitete er von 1974 bis 1991 die Abteilung Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seine Arbeiten zu familiären Beziehungen und Generationenbindungen prägten die systemische Therapie nachhaltig.
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