Es gibt ein Verschwinden, das niemand bemerkt. Man funktioniert weiter, ist freundlich, verlässlich, angepasst, und merkt erst spät, dass man sich selbst dabei abhandengekommen ist. Diese Gedichte erzählen vom langsamen Fortgehen und vom noch langsameren Weg zurück. Sie schreiben dem Körper zu, was der Kopf lange überhört hat: dem Kiefer, der nachts arbeitet, dem Atem, der oben bleibt, den Händen, die wieder zittern, wenn das Gefühl zurückkommt. Lange fort verzichtet auf Trost und benennt genau, was war. Genau darin liegt der erste Schritt zurück in ein Leben, das sich wieder wie das eigene anfühlt.
Nayla Feron schreibt über das, was zwischen Körper und Bewusstsein verloren geht und wiederkommt. Ihre Texte verbinden genaue Beobachtung mit einer Sprache, die nichts beschönigt. Sie veröffentlicht unter anvea.net.
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