Der Autor beschreibt die Geschichte Korfus und die landschaftliche Schönheit der Insel im 19. Jahrhundert Der Text des Neusatzes folgt der Auflage von 1882, erschienen im Verlag F. A. Brockhaus. Die Schreibweise wurde gemäß der Alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert, ebenso einige historische Namen und Begriffe. Diese Skizze erschien zuerst in der Deutschen Revue der Gegenwart, »Unsere Zeit«. Sie ging aus ihr, in der neugriechischen Übersetzung des Herrn Spiridon Papageorgios, in die Journale Klio und Hestia zu Triest und Athen über. Sodann gelangte aus Korfu die Aufforderung an mich, eine besondere Ausgabe davon zu veranstalten, und das war auch der Wunsch deutscher Freunde, welche der Idylle vom Mittelmeer (Capri) diese vom jonischen Meer beigesellt haben wollten. Ich sende also zunächst wohlwollenden Korfioten meine Studie in dieser zierlichen Ausgabe zu, als Denkmal ihrer eigenen Liebenswürdigkeit gegen mich, einen der vielen Gäste, die das sagenberühmte Phäakeneiland besucht haben, um den Zauber griechischer Natur zu genießen und an den milden Sitten eines glücklichen Volkes sich zu erfreuen. [Aus des Vorwort]
Ferdinand Gregorovius (1821-1891), deutscher Schriftsteller und Historiker, machte das Abitur an der Friedrichsschule Gumbinnen und studierte Theologie, Philosophie, Philologie und Geschichte an der Universität Königsberg. Er promovierte zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Plotin und die Neuplatoniker. 1841 verließ er die Universität. 1852 ging er nach Italien, das ihm eine zweite Heimat wurde. Das Resultat seines ungeheuren Fleißes und Quellenstudiums ist die »Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter«, ein Werk, für das ihn die Stadt Stadt 1876 zum Ehrenbürger machte. Daneben sind seine Beiträge zum Zeitalter der Renaissance und des Humanismus wie etwa die Biographien der Lukrezia Borgia und Papst Alexander VI. von Bedeutung. Gregorovius gilt neben Jacob Burckhardt, Georg Voigt, Ludwig von Pastor und Alfred von Reumont als die Autorität der deutschen Renaissanceforschung des 19. Jahrhunderts. Nicht weniger bedeutsam, aber weniger bekannt sind seine Schriften zur griechischen Geschichte in byzantinischer Zeit (Athenais) oder die Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter. Bis zu seinem Tode war er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Accademia Nazionale dei Lincei in Rom. [Wikipedia]
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