Der Prinzipal ist wieder zu Hause. Zumindest meistens.
Kostas. Toni. Ein Kaktus auf dem Fensterbrett. Schwäne auf einem Teich.
Die Länder kommen trotzdem zurück.
Russland. Libyen. Budapest.
Und die Menschen.
Mama. Emma. Benjamin. Freunde. Frauen. Männer von früher.
Manche leben. Manche nicht. Manche sitzen plötzlich wieder neben ihm.
Der Prinzipal trinkt. Schreibt. Erinnert sich.
Nicht immer der Reihe nach.
Ein fehlender Manschettenknopf. Ein Lied. Eine Sonnenfinsternis. Ein Glas auf dem Tresen. Ein Schacht.
Manchmal reicht wenig, und ein ganzes Leben ist wieder da.
KONNTE WARTEN versammelt Daumennagel- und Handtellergeschichten über Erinnerung und Vergänglichkeit, Familie und Liebe, Rausch und Einsamkeit, Glauben, Schreiben und das Älterwerden.
Der Prinzipal hatte lange gesucht. War weit gegangen.
Hieronymus lebte sechzehn Jahre im Ausland, in Russland, Libyen und Ungarn. Heute lebt und schreibt er in Deutschland. Seine Texte kreisen um Menschen am Rand, um Absturz, Rausch, Schuld und die Frage, was bleibt, wenn Halt und Ordnung zerfallen. Er ist Autor der Bücher: "Aus den Fugen die Welt" "Die Leiden der jetzigen Zeit" "Engel. Immer." "Maya. Nicht. Möglich." "Kein Ort. Zustand." "Im Draußen. Das Namenlose" "Die Protokollanten" "Budapest. Der Traum der Marionette" "Der Prinzipal" "Er war nie fort gewesen" "Der Ruf, der ihn hörte" "Hab dich, Hieronymus" "Was, wenn er fiele?" "Leuchtturmschiff" "Wort an Wort" und "Am anderen Ende".
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