Körper, Seele und Geist in der Nahtoderfahrung

Körper, Seele und Geist in der Nahtoderfahrung

Zum Umgang mit einem Phänomen, das jedermann betreffen kann

Volker Eigenbrod

Spiritualität & Esoterik

Paperback

220 Seiten

ISBN-13: 9783696399627

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 29.05.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Nahtoderfahrung, Thanatologie, Höllenerfahrung, lichtgestalt, Parapsychologie

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Körper, Seele und Geist scheinen in einer Nahtoderfahrung besonderen Bedingungen zu unterliegen. Der Körper liegt still darnieder, oft steht sogar das Herz still und der Tod wird medizinisch festgestellt, Reanimationen werden beendet, Kontrollgeräte abgeschaltet, die regungslose vermeintliche Leiche zum Beispiel aus einem Operationssaal in eine Kühlkammer transportiert. Dann aber das überraschende Erwachen, ein einzelnes Blinzeln nur, ein Zeh regt sich oder ein Niesen durchtönt plötzlich das totenstille Leichenschauhaus. Dies ist nur ein Szenario unter vielen, Tote die in Särgen und vielleicht sogar auf den eigenen Beerdigungen wach wurden, bevor es zu spät war (und metertiefe Erde den Tod tatsächlich herbeiführt). Einst gab es die Furcht vor dem Scheintod, während heute manch einer kaum Bedenken hat, den viel unterschwelligeren Status eines sogenannten Hirntodes für Organentnahmen freizugeben. Nicht hirntot, sondern ärztlich festgestellt tot sind viele Menschen während einer Nahtoderfahrung, also biologisch tot, medizinisch nicht revidierbar. Was aber geschieht genauer in einer Nahtoderfahrung, sei es in vermeintlichem biologischen Tod oder auch niedrigschwelliger? Was unterscheidet die Seele und den Geist im Leben, in der Grenzerfahrung des Nahtods, darüber hinaus aber auch im eigentlichen, tatsächlich nicht mehr revidierbaren Tod (bei dem sich Leichenflecken einstellen und schließlich Verwesung)? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen unserer zeitlich-materiellen Welt und einer scheinbar zeitlos-ewigen Sphäre, in die sich Nahtoderfahrende versetzt finden? Von der Höllenerfahrung bis zur Lichtgestalt - viele Nahtoderfahrene berichten wundersame Erlebnisse, die nicht abzuqualifizieren sind. Im Unterschied zu fast allen Träumen haben Nahtoderfahrungen ein immenses Lebensveränderungspotenzial weg von der Oberflächlichkeit, hin zum geistlichen, zum besonnenen Leben, das den Wert erkannt zu haben meint, den Lebenssinn. Die daraus resultierenden Verhaltens- und auch Wesensänderungen führen in der Umwelt oft zu Reibungen. Man freut sich zwar, dass man den Nahtoderfahrenen aus einem vermeintlichen Tod zurückerhalten hat, doch noch lieber hätte man ihn so zurück, wie er vorher gewesen ist. Das Buch soll helfen Nahtoderfahrungen einzuordnen, es ist nützlich sowohl für die Betroffenen selbst, als auch für ihre Umwelt, die damit oft nicht angemessen umgehen kann. Nahtoderfahrungen sind wertvoll als geistliche Erfahrungen, wenn man sie richtig einzuordnen versteht.
Volker Eigenbrod

Volker Eigenbrod

Volker Eigenbrod, * 1962, legt hier ein weiteres Werk vor, hinein in die große geistliche Notlage unserer Zeit. Die äußerliche Buntheit der schönen neuen Internetwelt kann selbst weniger reflektierte Zeitgenossen gelegentlich jedenfalls nicht über deren Hohlheit in weiten Bereichen hinwegblenden. Am allerwenigsten scheint das der Fall zu sein, wenn ein Mensch aus einer Nahtoderfahrung zurückkehrt, in der er völlig überraschend in eine Sphäre versetzt war, wo andere Relationen herrschen, Zeit und Raum nicht mehr ihre scheinbar absolute Gültigkeit haben. Plötzlich spult sich das eigene Leben einschließlich vergessener Untaten offen ab in kinoähnlichen Visionen und erschüttert bereut man. Vielleicht tauchen Lichtgestalten auf oder verstorbene Angehörige, historische Persönlichkeiten gar oder Szenerien. Zudem gibt es die Höllenerfahrungen und die Himmelserfahrungen und manchmal einen Wechsel aus der einen in die andere. Fragen stellen sich nicht wirklich, sondern scheinen direkt beantwortet zu werden - alles scheint klar. Wer nach solch einer Erfahrung in die Raumzeit zurückkehrt ist nicht mehr derselbe. Das hier vorgelegte Buch ordnet die Phänomene kritisch ein entsprechend der dreigestaltigen menschlichen Wesenheit: Geist, Seele, Körper. Allein das schon macht die Lektüre aufschlussreich, denn sehr viele Zeitgenossen verwechseln den transzendenten Geist mit einer plumpen Gehirnfunktion (die im Tode erlischt und auch in einer Nahtoderfahrung in der Regel außer Funktion ist, apparatetechnisch gut feststellbar mittels EEG), Seele mit einer Körperfunktion (von daher der wenig brauchbare Verlegenheitsbegriff der Psychosomatik). Nahtoderfahrungen verleihen Tiefgang, was zu Spannungen führen kann mit der oberflächlich gebliebenen Mitwelt, in die man zurückkehrt. Am hilfreichsten sind Nahtoderfahrungen deshalb für Materialisten, die dadurch wegkommen von ihrer groben Fehlorientierung. Nötig aber ist mehr als ein biografisches Bruchgeschehen, bewirkt durch eine Nahtoderfahrung. Fälschliches zu erkennen genügt nicht, sondern auf den Weg des Richtigen zu finden und darauf zu bleiben, darauf kommt es an. Es gibt einen Weg. Nahtoderfahrungen lassen sich auf diesen Weg hin zielgerecht aufschlüsseln. Fast 200 Fußnoten ergänzen den Text und zwölf Begriffsartikel im Anhang, in dieser überarbeiteten Neuauflage ergänzt durch thematisch relevante, teilweise eigens neu übersetzte Passagen aus den griechischen und hebräischen Grundtexten des Neuen und Alten Testaments.

Website: https://eigenbrod.net

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