Aldona wartet auf den Tod- dieser kommt aber nicht. Seit sieben Jahren lebt sie im Hospiz Cum Corde, einem Ort, den sie nur noch als 'menschlichen Schrottplatz' bezeichnet. Für sie ist klar: Der Tod hat sie vergessen oder schlimmer noch, er meidet sie. Ihre Tage bestehen aus Schweigen, ihre Welt ist klein geworden, zynisch, einsam.
Dann bekommt sie plötzlich eine neue Zimmergenossin. Odette Duda. Eine ehemalige Ballerina mit ausdruckslosem Blick und einer seltsamen Stille um sich, als würde sie etwas mit sich tragen, das zu schwer ist, um es in Worte zu fassen. Sie spricht kaum. Und doch verändert sie alles. Entlang dieser Geschichte beantwortet Aldona sich auch ihr eigenes Rätsel, durch ihre ungewöhnliche Begegnung mit Odette Duda:
"Ich bin ein Krankenhaus, doch heilen kann ich nicht. Meine Patienten bekommen kein Besuch, denn sie sind schon zu nah am Licht. Ich bin ein Arzt, doch helfen kann ich hier nicht. Was bin ich?"
Ich heiße Dunja Dejanovic, bin 16 Jahre alt und schreibe, seit ich einen Stift halten kann und verstanden habe, dass man mit Worten ganze Welten erschaffen kann. Am Anfang waren es wilde Fantasiegeschichten auf linierten Schulheften, heute sind es Texte, die mir wirklich etwas bedeuten. Schreiben ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern irgendwie auch eine Art Selbstgespräch mit der Welt, nur eben mit ein paar mehr Absätzen und gelegentlich besseren Formulierungen. Wenn ich gerade nicht an einer neuen Geschichte feile, findet man mich meistens beim Musikhören mit viel zu vielen offenen Tabs oder beim Nachdenken über Dinge, die andere vermutlich längst wieder vergessen haben. Inspiration finde ich überall: in Gesprächen, auf dem Schulweg oder in meinen eigenen Emotionen. Und auch wenn es manchmal Nerven, Schlaf und viele Schokoriegel gekostet hat, ich würde es jederzeit wieder tun.
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