Kategorien der Sorge Über die Kunst, das Richtige richtig zu besorgen Sorge macht nicht krank, weil sie zu viel Gefühl ist, sondern weil sie zu wenig Form hat. Wir leben in einer Gesellschaft, die Sorgenfreiheit als oberstes Ideal propagiert. Die Sorge wird pathologisiert, als bloßer Affekt abgetan und mit Angst verwechselt. Doch der Versuch, die Sorge aus unserem Leben zu tilgen, ist zum Scheitern verurteilt, denn die Sorge ist unsere menschliche Grundverfassung. Ohne sie gäbe es keine Fürsorge, keine Vorsorge und keine tiefe Beziehung zur Welt. Frank Kralemann liefert in diesem Buch eine philosophisch diagnostische Typologie, die der Sorge ihren legitimen Platz im menschlichen Dasein zurückgibt. Das eigentliche Leiden unserer Zeit, so seine zentrale These, ist nicht die Sorge an sich, sondern ihre Formlosigkeit. Wenn Sorgen diffus und grenzenlos werden, lähmen sie uns. Mit scharfem analytischem Blick entwirft Kralemann fünf Kategorien der Sorge: die Vorsorge-Sorge, die Entscheidungs-Sorge, die Abschluss Sorge, die getragene Sorge und die Schein Sorge. Diese Kategorien dienen als intellektuelle Linsen, die uns helfen, unsere Sorgen zu erkennen, zu sortieren und ihnen die richtige Form zu geben. Es geht nicht darum, weniger zu fühlen, sondern klarer zu denken. Kategorien der Sorge ist ein Plädoyer für die Rehabilitation des Verstandes und die Würde des analytischen Denkens. Ein unverzichtbares Werk für alle, die aufhören wollen, sich in unbestimmten Ängsten zu verlieren, und stattdessen lernen möchten, das Richtige richtig zu besorgen. Finde die Stille, die nicht aus Gleichgültigkeit entsteht, sondern aus der Gewissheit des Abgeschlossenen.
Frank Kralemann ist ein erfahrener Autor. Er hat viele Sachbücher geschrieben, aber auch zahlreiche Gedichtbände heraus gebracht. Er ist mehrfacher Vater und Großvater. Frank Kralemann lebt am nördlichen Teutoburger Wald. Wenn er nicht schreibt oder liest, läuft er gerne durch die schöne Natur .
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