Haltet ein und höret bang von einem der dem Sensenmann fröhlich von der Schippe sprang. Und auch, wie er alsdann eingeht einen dubiosen Deal wodurch er sich erlauben kann zu sündigen ganz furchtbar viel doch bleibt zu sehen ob nach all dem er nun erreicht sein Ziel; Hochmut kommt stets vor dem Fall.
Benjamin Ratschiller (aka Gossengoethe) wagt für sein fünftes Werk endlich einen Abstecher in die Lyrik! Entstanden aus einer spontanen Wette unter Schreiberlingen, ist dieses Vorhaben ein klein wenig ausgeufert und endete als dieses Machwerk, ein wahres Epos in rund 325 Terzinen und insgesamt fast tausend Versen. Ein modernes Memento Mori und eine zynische Abhandlung über Vergänglichkeit und Moral, aber natürlich mit dem gewohnt kurzweiligen Unterhaltungswert - was will man mehr?
Der Autor firmiert sonst auf story.one als Gossengoethe und ist eigentlich für unterhaltsame, wenn auch teils geschmacklose Kurzgeschichten bekannt. Das vorliegende Buch ist jedoch ein Experiment, befeuert vom Wettstreit mit einem befreundeten Lyriker, einer weinschwangeren Diskussion über "Goodwashing" und der bittersüßen Erkenntnis, dass die deutsche Sprache weit weniger geeignete Reimwörter aufweist als zuerst hoffnungsvoll angenommen. Aber ich habe es geschafft. Nimm das, F. K., du Ungläubiger!
Benjamin Ratschiller ist studierter Literaturwissenschaftler und Copywriter und lebt mit seiner Partnerin (zum Erscheinungszeitpunkt des Buches dann Ehefrau), drei Töchtern und vier Meerschweinchen im schönen Vinschgau in Südtirol.
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