Vor 125 Jahren reist ein junger Mann nach dem Abitur allein von Prag an die deutsche Nordseeküste - nach Helgoland und Norderney. Er wird K. genannt. Nach einigen Tagen stößt sein Onkel zu ihm, und gemeinsam verbringen sie mehrere Wochen auf den Inseln. K. wandert, schwimmt, reitet, liegt in der Sonne, liest, flirtet, verliebt sich. Tagsüber schreibt er Briefe und Postkarten, nachts hält er seine Erlebnisse und Reflexionen in einem schwarzen Notizheft fest.
Viele Jahre später folgt der Autor seinen Spuren: Er fährt mit der Eisenbahn die gleichen Strecken, besucht die gleichen Inseln - und stößt auf Norderney beim Stadtarchivar auf eine Räuberpistole in der wiederum ein schwarzes Notizheft eine entscheidende Rolle spielt.
Ein Roman über Reisen, Erinnerung und die leise Annäherung an Franz Kafka.
Mathias Luhmann, 1959 in Uelzen geboren, studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Hamburg. Viele Jahre lebte er in Hamburg, heute ist Braunschweig seine Heimat. Nach dem Ende seiner Laufbahn im Vertrieb eines amerikanischen Konzerns hat er zum Schreiben zurückgefunden. In seinem ersten Roman "Kafka fährt an die Nordsee" erzählt er fiktional von der Reise seines damals achtzehnjährigen Lieblingsautors Franz Kafka an die Nordsee.
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