Schlagworte: Leben mit Autismus, Autismus Erfahrungsbericht unsichtbare Behinderung, Diskriminierung Autismus Spektrum, Autismus Spätdiagnose Frau Erfahrungsbericht, Autismus Ratgeber aus Betroffenenperspektive
Spätdiagnose mit 30: Was wirklich kaputt ist - ich oder das System?
Drei Jahrzehnte lang lebt Lara Richter in einer Welt, deren Regeln sie nie erklärt bekommen hat. Sie funktioniert, passt sich an, lächelt im richtigen Moment - und bezahlt dafür mit Erschöpfung, Überreizung und dem nagenden Gefühl, grundsätzlich falsch zu sein. Dann fällt ein Wort, das alles neu sortiert: Autismus.
„Jung & Autistin: Spätdiagnostiziert“ ist kein glattgebügelter Ratgeber und keine sanfte Wohlfühlgeschichte. Es ist ein ungeschönter Erfahrungsbericht über Masking, Missverständnisse, das ständige Übersetzen zwischen den Welten - und die Wucht einer Diagnose, die zugleich Entlastung und Trauer auslöst.
Lara zeigt, was passiert, wenn eine unsichtbare Behinderung unsichtbar bleiben muss: im Alltag, in Beziehungen, im Bildungssystem, im Gesundheitswesen und im öffentlichen Blick. Sie beschreibt, wie Inklusion zur Worthülse werden kann, wenn Barrieren nicht dort gesucht werden, wo sie tatsächlich entstehen: in Erwartungen, Routinen, Normen und politischer Ignoranz.
Dieses Buch liefert Sprache für Erfahrungen, die oft nur als „zu sensibel“, „zu kompliziert“ oder „schwierig“ abgetan werden. Es macht Mut zur Selbstakzeptanz, ohne die Realität zu beschönigen - und fordert eine Perspektivverschiebung: Ist der Autist behindert, oder eine Gesellschaft, die Vielfalt nicht aushält?
Glaubwürdig ist dieser Blick, weil er von innen kommt: direkt, klar und ohne Belehrung. Ein Buch für Betroffene, Angehörige und alle, die nicht über Autist*innen sprechen wollen, sondern endlich mit ihnen.
Lara Richter, Jahrgang 1995 ist Autorin und Aktivistin für Neurodiversität. Nach ihrem Weg durch das deutsche Bildungssystem und den Einstieg in den Öffentlichen Dienst erhielt sie erst mit 30 Jahren die Diagnose Autismus.
Geprägt durch ihre Erfahrungen mit institutioneller Diskriminierung und dem harten Kampf um berufliche Teilhabe, nutzt sie heute ihre Stimme, um auf die Missstände in der Inklusionspolitik aufmerksam zu machen. Ihr Schreiben ist geprägt von einer analytischen Klarheit und dem Willen, das Schweigen über unsichtbare Behinderungen zu brechen. Mit ihrem Debüt "Jung & Autistin" verbindet sie ihre persönliche Biografie mit einer scharfen Kritik an gesellschaftlichen und politischen Machtstrukturen.
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