Ein außergewöhnlich ehrliches und wertvolles Zeitzeugnis aus der Sicht eines einfachen Soldaten und Unteroffiziers: Egon Loechle schildert den Reichsarbeitsdienst, den Polen- und Frankreichfeldzug sowie den oft profanen, bisweilen tragisch-komischen Kriegsalltag - fern jeder Heldenverehrung.
Viele Jahre später fasste er seine Erinnerungen anhand seines detaillierten Tagebuchs zusammen. Er erzählt von einer durch häufige Umzüge und wechselnde Bezugspersonen geprägten Kindheit im Allgäu in Obermaiselstein, Fischen und Altstädten als auch in Weißenburg in Bayern, von Streichen und Abenteuern, aber auch von harter Erziehung und Entbehrungen. Zugleich zeigen seine Aufzeichnungen, wie junge Menschen während des Nationalsozialismus systematisch zu Gehorsam, Pflichtbewusstsein und militärischem Denken erzogen wurden. Das Buch führt unter anderem nach Lindau, München, Lenggries, Unterjoch, Bad Tölz und Kriegseinsätze in Polen und Frankreich. Es berichtet von Kameradschaft, Kriegserlebnissen und Ereignissen, die Egon Loechle zeitlebens begleiteten. Später sprach er darüber in Schulen - als Mahnung und in der Hoffnung, dass sich das Geschehene niemals wiederholen möge.
Eine ebenfalls erhältliche, etwas teurere »illustrierte Farbausgabe« enthält zahlreiche zusätzliche, kolorierte Fotos aus seinem Nachlass und richtet sich besonders an historisch Interessierte und Familienforscher.
Ich betone, weder Schriftsteller noch Autor oder Geschichtenerzähler zu sein. Ich möchte nur versuchen, mit diesen Aufzeichnungen und Schilderungen möglichst ehrlich und sachlich meinen Nachkommen - ich denke hier in erster Linie an meine beiden Söhne und meine drei Enkel - ein wenig aus meinem Leben, dem meiner Eltern und Großeltern, soweit es meine Erinnerungen zulassen, zu berichten. Aber auch meine Nichten und Neffen sollen diese Aufzeichnungen lesen und sich ein Urteil bilden, wie manches wohl im Leben hätte besser gemacht werden können! Egon Rudolf Loechle, 1999 * 8. April 1919 + 19. November 2008
Tobias R. Loechle (Hrsg.)
Tobias Reinhard Loechle ist der Enkel von Egon Loechle. Er wurde 1977 in Erding geboren und lebt heute in München. Beruflich arbeitet er als leitender Angestellter in einem IT-Unternehmen. Zudem ist er Musiker in der bayerischen Band DeSchoWieda.
Wie schon sein Großvater interessiert sich Tobias Loechle für Ahnenforschung, Familiengeschichte und die Bewahrung persönlicher Erinnerungen. Mit diesem Buch möchte er der Familie, den Nachkommen und den Leserinnen und Lesern das Bild eines Menschen näherbringen, der in einer für uns heute kaum vorstellbaren Zeit aufgewachsen ist und seine Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen aus Kindheit, Jugend, Reichsarbeitsdienst, Soldatenzeit und Krieg detailliert festgehalten hat.
Die ursprünglich mit einer mechanischen Schreibmaschine verfassten Texte wurden mithilfe digitaler Texterkennung und moderner KI sorgfältig erfasst und anschließend vom Herausgeber manuell geprüft und nachbearbeitet.
Um historische Fotografien und Fotoabzüge von Egon Loechle und seinen Kameraden authentischer wirken zu lassen, wurden einige Bilder mithilfe von KI koloriert. Die Kolorierungen dienen der Veranschaulichung. Einzelne Farben können daher von den tatsächlichen historischen Farben abweichen.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.