"Schmidhuber invented everything", schrieb Elon Musk. Die Zuspitzung steht für die außergewöhnliche Breite von Schmidhubers Pionierarbeit: lernende Lernverfahren, das Gedächtnis neuronaler Netze und künstliche Neugier.
Andreas Dripke folgt seinem Weg von München über das Forschungslabor in Lugano bis an die KAUST in Saudi-Arabien. Belegte Originalaussagen machen seine Neugier, seinen Humor und seine Beharrlichkeit erfahrbar.
Mit Fug und Recht zählt er zu den Vätern der modernen KI. Seine Ideen prägen die Gegenwart, doch sein Name ist außerhalb der Fachwelt weit weniger bekannt. Viele heutige KI-Anwendungen wären ohne seine Beiträge in dieser Form kaum denkbar. Dieses Buch zeigt, weshalb dem vergessenen Vater der KI Anerkennung gebührt.
Andreas Dripke ist Autor, Analyst und Journalist. Er studierte Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Darmstadt und veröffentlichte mit 23 Jahren sein erstes Computerbuch. Zehn Jahre lang war er Chefredakteur bei der International Data Corporation (IDC), einem Analyse- und Marktforschungsunternehmen der Informationstechnologie. Als Managing Partner der European Marketing Communications Agency beriet er Unternehmen und Regierungen zu Zukunftsstrategien.
Sein Interesse an Computern reicht in die Jugend zurück. Programmierbare Taschenrechner und die ersten für Privatpersonen erschwinglichen Rechner wurden für ihn zum Einstieg in die Digitalisierung. Er entschied sich für das Schreiben und Erklären dieser neuen Welt. Die Verbindung von Technologie, Wirtschaft und gesellschaftlichem Wandel prägt seine Arbeit bis hin zu seiner Tätigkeit im Diplomatic Council.
Zu seinen Büchern gehört "Sebastian Thrun - Eine deutsche Karriere im Silicon Valley". In der 2023 erschienenen autorisierten Biografie folgt er dem Weg des Robotikforschers von Deutschland nach Amerika: von den frühen wissenschaftlichen Arbeiten über das Rennen selbstfahrender Autos bis zu Google, dem Forschungslabor Google X und der Online-Bildung mit Udacity. Das Buch entstand aus ausführlichen Gesprächen mit Thrun, Hintergrundrecherchen und Kontakten zu Wegbegleitern. Am Anfang stand eine Begegnung am 15. September 2022 beim Vordenker Forum in Frankfurt am Main. Dripke sprach Thrun dort mit dem Wunsch an, seine Lebensgeschichte zu schreiben. Daraus entwickelte sich eine Reihe von Online-Gesprächen.
Dripke interessiert an solchen Lebenswegen, wie aus einem weitreichenden Gedanken eine Entscheidung und schließlich eine veränderte Wirklichkeit wird. Seine Thrun-Biografie verbindet technische Entwicklungen mit Fragen nach Mut, Eigenständigkeit und dem Umgang mit Rückschlägen. Sie erzählt von einem Menschen, der vorhandene Grenzen nicht als letzte Antwort hinnimmt. Auch die Lebensgeschichte Jürgen Schmidhubers folgt diesem Interesse.
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