Im Jahr des Herrn 1573. Hallenberg, ein Grenzstädtchen der Kölner Kurfürsten. Hier wird der Köhlersohn Justus Fridhoff in eine unruhige Zeit hineingeboren. Es ist eine Zeit der Krisen und Konflikte, des Aberglaubens und Hexenwahns, aber auch der kulturellen Um- und Aufbrüche, die seine Lebensgeschichte entscheidend mitprägen. Justus erlebt die Glaubenskämpfe und Kriegsdrangsalen seiner Zeit hautnah mit, und den Sturm auf fromme Bildwerke in den Kirchen seiner Stadt. Als Studiosus macht er seine besonderen Erfahrungen an der neu gegründeten Universität zu Marburg. Und er ist begeistert dabei, als erste Theateraufführungen für Aufsehen sorgen auf dem Marktplatz in Hallenberg. Als dann der große Krieg, den man später den Dreißigjährigen nennen sollte, Stadt und Land unsicher macht, taucht Henrich Stoffregen in Hesborn auf, ein abgemusterter Landsknecht. Nach seiner Berufung zum städtischen Hirten und Torwächter in Hallenberg will einer den Werwolf am Werk gesehen haben. Und mancher muss sich zum Teufelstanz auf dem Bollerberg bekennen. Und bald steigt schwarzer Rauch auf an den Galgenbüsche... Jost vom Hallenberge basiert auf Akten des Stadtarchivs Hallenberg und anderen historischen Quellen. Zahlreiche Begebenheiten und Personen sind daher authentisch. Weitere Ereignisse und Figuren sind ausgestaltet oder hinzugedichtet. So vermischen sich Fakten und Fiktion zu einem facettenreichen Bild von Leben und Schicksalsverläufen in einer westfälischen Grenzstadt der Frühen Neuzeit. Historie vermengt sich mit Sagenhaftem, Traum- und Märchenhaftem; behutsam abgeschmeckt hier und da mit einer Prise Humor und feiner Ironie.
Georg Glade: Jahrgang 1956; mit altsprachlichem Abitur Studium der Germanistik, Pädagogik und Sozialwissenschaften; nach beiden Staatsexamina Arbeit in der Informationstechnik, in der Personalentwicklung und Ausbildung und im Managementtraining. Bis zum Ruhestand Leiter der Personalentwicklung und Ausbildung in einem Familienunternehmen der Energie- und Klimatechnik. Ehrenamtliche Tätigkeit als Hallenberger Stadtarchivar sowie im Pfarrarchiv seit der Jahrtausendwende.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.