John Galsworthy: Die Freelands

John Galsworthy

Klassiker & Lyrik

ePUB

1,4 MB

DRM: kein Kopierschutz

ISBN-13: 9783756215973

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 07.06.2022

Sprache: Deutsch

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Auf einem Feld in der Grafschaft Worcestershire, dem einzigen Feld dieser Gegend, das man noch nicht in Rasenland verwandelt hatte, schritt eines Nachmittags zu Beginn des April ein stark gebauter, hochgewachsener Sämann langsam über die Furchen hin und schwang den behaarten braunen Arm im Rhythmus harmonischer Kraft. Er trug weder Rock noch Hut; die offene Weste über dem blaugewürfelten Hemd schlug gegen die durch einen Gurt gehaltene braune Hose aus geripptem Kord; auch das kantige Gesicht und das verstaubte Haar waren von dem gleichen fahlen Braun. Die Augen sahen traurig drein mit dem seltsam beweglichen und doch starren Blick des Epileptikers; die Lippen waren wulstig, und ohne den sehnsüchtigen Blick hätte das Gesicht fast brutal gewirkt. Er schien unter seiner Verschlossenheit zu leiden. Die Ulmen am Feldrain waren erst frisch belaubt, hoben sich aber dunkel von dem blassen Himmel ab. Ein leichter Wind trug schon den Geruch von Schollen und jungen Trieben mit - noch war es zeitig im Frühjahr. Im Westen ragten die grünen Malvern-Hügel empor; nicht weit davon stand ein langgestrecktes, von Bäumen eingefaßtes Herrenhaus mit verwitterten Ziegelmauern, dessen Front nach Süden ging. Außer dem Sämann und einigen Krähen, die von einer Ulme zur anderen flogen, war in dem weiten grünen Land kein Lebewesen zu sehen. Und still war es - eine seltsame, brütende Stille. Felder und Hügel schienen der Hecken und Mauern, der sie durchschneidenden Straßen, Gräben und Furchen zu spotten; das grüne Land und der blasse Himmel hatten sich verschworen, über dies nichtige Menschenwerk hinwegzusehen. So einsam war es, alles in Schweigen versunken, ein Schweigen, viel zu tief, zu drückend für die Menschen.
Wieder und wieder schritt der Landarbeiter über den braunen Lehm und brachte verdrossen sein Tagewerk zu Ende; dann streute er die letzten Saatkörner in einen Winkel und blieb stehen. Drosseln und Amseln begannen ihr Abendlied; über alle Maßen froh und freudig klang es, wie die Verheißung ewiger Jugend an das Land. Er hob seinen Rock vom Boden auf, warf ihn über, hängte sich eine strohgeflochtene Tasche über die Schulter und trat auf die grasumsäumte Straße zwischen den Ulmen.
An der Zauntür eines von Schlingpflanzen umrankten Bauernhauses, das hoch über der Straße zwischen Obstbäumen lag, stand ein schwarzhaariger Junge mit leichtgebräuntem Gesicht, neben ihm ein Mädchen mit krausem Braunhaar und mohnroten Wangen. Er rief dem unten vorbeigehenden Landarbeiter zu:
"Bob ...
John Galsworthy

John Galsworthy

John Galsworthy lebte von 1867 bis 1933 und war ein englischer Schriftsteller.

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