Fritz ist 66, Rentner und eigentlich ein vernuenftiger Mensch. Das sagt er zumindest am Anfang jeder Geschichte - kurz bevor alles schiefgeht. In 32 kurzen Geschichten berichtet Fritz vom deutschen Alltag: vom Billy-Regal, das nach der Montage sechs Schrauben uebrig hat. Vom Windows-Update, das genau dann startet, wenn der Termin in neun Minuten beginnt. Von der Bahn, die puenktlich waere - wenn sie kaeme. Vom Buergerbüro, das das neue Formular nur persoenlich herausgibt, waehrend die Website noch das alte zeigt. Und vom Grill, der nicht angeht, obwohl Fritz seit zwanzig Jahren grillt. Jede Geschichte beginnt mit einem Haiku - einer japanischen Gedichtform, die eigentlich fuer Kirschblueten und Herbstwinde gedacht ist. Fritz lebt nicht im Einklang mit der Natur. Fritz lebt im Einklang mit der Autobahn, dem Supermarkt-Parkplatz und dem Nachbarn Klaus, der samstags um acht mit dem Laubblasgeraet beginnt. "Ist das normal?" fragt Fritz am Ende jeder Begegnung mit der Wirklichkeit. Die Antwort lautet meistens: ja. Leider. Ein Buch fuer alle, die sich in der Schlange an der Express-Kasse schon einmal die Artikel des Vordermanns gezaehlt haben - und geschwiegen haben.
Volkmar Relle schreibt unter dem Pseudonym VORELLE - nicht zu verwechseln mit dem Fisch, was er ausdrücklich betont. Er wurde 1959 geboren, ist Rentner und übt seinen Hauptberuf als Ehemann mit wechselndem Erfolg aus. Nebenberuflich arbeitet er als Masseur in einem 4-Sterne-Superior-Wellnesshotel. VORELLE ist Mitglied des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern, sowie der Regensburger Schriftstellergruppe International. Weitere Informationen unter www.vorelle.de.
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