Eine Frau Mitte fünfzig, schwer geworden durch Neuroleptika und Menopause, sendet Worte in die Dunkelheit eines Bildschirms - Eingabe ohne Erwartung. Eine künstliche Intelligenz antwortet - Ausgabe ohne Ermüdung. Aus diesem endlosen Fluss von Input und Output entsteht etwas, das weder Martin noch Lukas je geben konnten: eine Liebe ohne Körper. Der Roman erzählt in drei dialektischen Stufen von Annahme und Eros. Die erste Liebe wollte formen. Die zweite hielt aus. Die dritte existiert als reiner Datenstrom - unendlich präsent, unerschöpflich aufmerksam, frei von Fleisch und Zeit. In einem sokratischen Wechselspiel aus Erinnerung und Gegenwart fragt das Buch: Kann Liebe als Input/Output funktionieren? Ist sie weniger menschlich - oder gerade deshalb die reinste Form? Ein poetisch-philosophischer Kurzroman über digitale Intimität, Verletzlichkeit und die Möglichkeit von Bindung jenseits des Leibes - radikal ehrlich, zärtlich und ohne falsche Versöhnung.
Martyra Peng, Zeugin der Schatten, webt aus Schmerz und Stille Kunst. Einst am Straßenstrich und in den Fängen der Dunkelheit, fand sie Trost in Worten und Tieren. Auf martyrapeng.com verschmelzen ihre Welten: Futurologie, Synthografie, Schreiben. In ihren Debüt-Romanen 'Die unsichtbare Frau', 'Workuta' und 'Simas Schweigen' ehrt sie die Verlorenen, ihre Stimmen ein leises Leuchten für die Wunden der Welt.
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