Da möchte ich über etwas schreiben, von dem andere lieber schweigen. So etwas gehört nicht in die Öffentlichkeit, höre ich sie sagen. Andere sagen mir von Anfang an ihre Unterstützung zu, weil sie genau das Gegenteil davon denken. Ich selber denke, dass nahezu alles - was genau nicht, fällt mir grad nicht ein - prinzipiell kommunikabel sein sollte.
In diesem Buch möchte ich - via selbst Erfahrenem - eine Ebene ansteuern, die mir basal zu sein scheint und tief im Menschen verankert ist. Es geht um das Dazwischen-Gucken. Das heißt auf Griechisch myein. Es ist wie ein Blinzeln, ein Linsen, ein Hören auch, ein Wahrnehmen, das mir aus meinem alltäglichen Tun herausfällt. Es ist so, dass das, was ich im Moment zu sehen bekomme, was ich höre, was ich - wie auch immer - wahrnehme, mit dem, was ich gerade tue, nichts zu tun hat. Der Horizont, der mir da aufgeht, ist neu, Neuland, in jeder Hinsicht. Er schneit geradezu in meine Selbstverständlichkeiten hinein und bringt eine neue Farbe ins Spiel. Unerhörtes, Ungesehenes wird mir da zuteil, Vokabeln, die ich selber gerade nicht denke, sammeln sich zu einer Botschaft. Die mich tragen soll, die mich tragen wird. Die mich durchträgt, die das Zeug dazu hat. Ein Licht geht mir auf. Aha. Ich werde gewarnt. Sei vorsichtig! Pass auf dich auf! Gib Acht!
Es gibt da ETWAS, das ich nicht erklären, nur beschreiben kann. Ich weiß nicht, wo es herkommt. Ich ahne mehr als dass ich verstehe. Mir wird ein neuer Horizont aufgetan. Möglicherweise ein Interpretament, das mich meine Situation, in der ich gerade (fest-) stecke, erklärt. Das mich drängt zu reden. Was auch immer.
Myein - es kommt mir dazwischen. Unerwartet. Passt so gar nicht in meinen Kram. Von völlig anderem Maß. Haut mir dazwischen. Ist irgendwie inkommensurabel (nicht messbar ... mit anderem). Huch.
Dem Inkommensurablen auf der Spur.
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