Plötzlich allein, ohne Eltern, Kinder, keinen Partner mehr und dann noch im fortgeschrittenen Alter. Wenn man dann als Letzte der Familie übrig geblieben ist, gibt es nach der 'normalen' Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen eine weitaus tiefere Trauer, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Sie kommt langsam, aber stetig und wird manchmal übermächtig. Man fühlt sich wie im freien Fall und versteht die Welt nicht mehr. Über die existenzielle Trauer wird selten gesprochen, weil sie sich kaum jemand vorstellen kann. Sie ist überraschend heftig und taucht unerwartet auf. Da es kaum Literatur darüber gibt, möchte ich aus eigener Erfahrung über diese eigenartige, unvorstellbare Trauer in diesem Buch berichten. Ich hoffe, dass es vielleicht auch Ihnen hilft, zu wissen, dass es noch anderen Menschen gibt, denen es ähnlich ergeht.
Anne Schwarz lebt in einer Kleinstadt in Ostwestfalen. Sie hat sehr lange ihre Eltern zu Hause gepflegt und blieb dann mit 72 Jahren allein übrig - als Letzte der Familie. Die langjährige Pflege hatte schon einsam gemacht, aber das Übrigbleiben war viel schlimmer als sie gedacht hatte. Genau deshalb schreibt sie in ihrem Buch 'Im freien Fall - Trauer als Letzte der Familie' aus eigener Erfahrung.
Die Autorin liebt es über Menschen zu schreiben und so deren Hintergründe, Beweggründe oder auch Abgründe zu erforschen. Das ist manchmal spannender als jeder Krimi, aber auch manchmal lustiger und überraschender. Sie schreibt Sachbücher und Romane.
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