Ignoranz der Wissenden? Was geschieht mit einem Land, wenn politische Machtverschiebungen und reale Veränderungen der Natur zeitgleich eskalieren? Dieser Roman spielt in einer nahen Zukunft, die beunruhigend vertraut wirkt. Eine neue Regierung verspricht Stabilität und nationale Stärke. Protestbewegungen formieren sich. Wissenschaftliche Prognosen werden diskutiert, angezweifelt, instrumentalisiert. Während die öffentlichen Debatten lauter werden, verändern sich die Bedingungen im Hintergrund. Schleichend, messbar, unumkehrbar. Im Zentrum steht eine Familie, die weder Held noch Feind ist. Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen, Hoffnungen und Ängsten, die in ein Spannungsfeld aus politischer Neuordnung, gesellschaftlicher Polarisierung und klimatischen Extrementwicklungen geraten. Entscheidungen, die gestern noch theoretisch wirkten, haben plötzlich konkrete Folgen. Ignoranz der Wissenden? ist kein Plädoyer. Kein Parteibuch. Keine einfache Antwort. Es ist die literarische Zuspitzung einer Gegenwart, in der vieles bekannt ist, und dennoch verdrängt wird. Eine Geschichte über Macht und Manipulation, über Wahrnehmung und Kontrolle, über den Moment, in dem Gewissheiten brüchig werden. Und über die Frage, was bleibt, wenn Sicherheit zur Illusion wird, und niemand mehr sagen kann, ob die größere Gefahr von der Straße, aus den Parlamenten oder aus der Atmosphäre kommt. Für Leserinnen und Leser, die keine Schlagzeilen suchen, sondern Szenarien, die weiterdenken.
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