Warum ist die Welt eigentlich so, wie sie ist? Diese Frage begleitet die 1826 geborene Mathilde Hitzfeld von klein auf. Als Tochter eines Landarztes wächst sie in Kirchheimbolanden auf, einer kleinen bayerisch-pfälzischen Residenzstadt. Mit wachen Augen entdeckt sie den Alltag ihrer Zeit: den Krämerladen, die Arztpraxis ihres Vaters, die Apotheke mit ihren erstaunlichen Arzneien, einen reisenden Zahnarzt und zunehmend auch die Hoffnungen und Sorgen der Menschen damals.
Doch je älter Mathilde wird, desto mehr verändert sich die Welt um sie herum. Immer drängender wird von Freiheit, gleichen Rechten und einem geeinten Deutschland gesprochen. Schließlich erreicht die Revolution von 1848 auch ihre Heimatstadt. Nach dem blutig niedergeschlagenen Aufstand steht Mathilde vor einer schweren Entscheidung: Soll sie bleiben oder in einem fernen Land ganz von vorn beginnen?
Diese historisch inspirierte Erzählung begleitet Mathilde von ihrer Kindheit in der Pfalz über die bewegten Jahre der Revolution bis in ihr neues Leben hinein. Sie zeigt, wie aus einem wissbegierigen Mädchen eine mutige junge Frau wird, die nach dem Scheitern der Revolution den Weg in eine ungewisse Zukunft wagt.
Über Mathilde Hitzfeld Mathilde Hitzfeld wurde in Kirchheimbolanden als Tochter des Arztes Dr. Ludwig Hitzfeld geboren. Während der Revolution von 1848/49 unterstützte sie die demokratische Bewegung in der Pfalz und wurde dadurch über die Grenzen ihrer Heimatstadt hinaus bekannt. Nach dem Scheitern der Revolution wanderte sie aus, blieb ihrer pfälzischen Heimat jedoch zeitlebens verbunden. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte auf Grundlage der wenigen erhaltenen historischen Quellen sowie eigener Recherchen zur Lebenswelt ihrer Zeit. Viele Personen, Orte und Ereignisse sind historisch belegt. Gespräche, Gedanken und einzelne Erlebnisse wurden literarisch gestaltet, um Leserinnen und Lesern ab 8 Jahren das Leben im 19. Jahrhundert anschaulich näherzubringen.
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