Die Geschichte des Holocaust ist wie jede Geschichte eine Frage der Entscheidungen einzelner Menschen. Man kann sich entscheiden, Täter zu sein, oder man versucht, seine moralischen Grundsätze aufrecht zu erhalten. Und die Geschichte zeigt auch auf, dass da, wo Menschen sich für Widerstand entschieden, die Radikalisierung aufgehalten werden konnte. Zwei grundlegende, entgegengesetzte Entscheidungsoptionen lassen sich festmachen. Das Nadelöhr, durch das sich die jeweilige Entscheidung hindurchbewegen muss, ist der Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer Menschen(gruppen) aber ausgrenzen will, ihnen den Respekt und die Wertschätzung verweigert, verlässt den Pfad moralischer Grundsätze.
Michael Thomsen, Jg. 1957, ist seit seiner Berentung Autor von Fachbüchern zum Pflegeberuf mit dem Schwerpunkt Demenz und schreibt Gedichte, Romane, Kinderbücher und Essays. Das vorliegende Buch ist entstanden nach dem Besuch einer Vorlesung zum Holocaust an der Universität Osnabrück.
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