Herland

Herland

Charlotte Perkins Gilman

Science Fiction & Fantasy

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602,2 KB

DRM: Wasserzeichen

ISBN-13: 9783696335397

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 12.05.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Feminismus, Utopie, politischer Roman, Satire, Kritik am Patriarchat

Barrierefreiheit: Voll zugänglich

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In ihrem 1915 erschienenen Roman Herland entwirft Charlotte Perkins Gilman eine faszinierende feministische Utopie. Die Geschichte folgt drei US-amerikanischen Abenteurern, die im Dschungel auf ein isoliertes Land stoßen, in dem seit 2.000 Jahren ausschließlich Frauen leben. Diese Gesellschaft entstand, nachdem Naturkatastrophen und Kriege alle Männer auslöschten und die Frauen die Fähigkeit zur Parthenogenese (Jungfernzeugung) entwickelten.
Im krassen Gegensatz zur westlichen Welt der damaligen Zeit ist Herland ein Ort ohne Krieg, Armut, Kriminalität oder Herrschaftshierarchien. Die Frauen haben eine hocheffiziente, ökologische Landwirtschaft und ein Bildungssystem geschaffen, in dem die Mutterschaft und die Erziehung der Kinder als kollektive, heilige Aufgabe verstanden werden. Durch die Augen der drei männlichen Protagonisten, die mit völlig unterschiedlichen Vorurteilen auf diese Welt blicken, demontiert Gilman humorvoll und scharfzüngig die Annahme, dass weibliche Sanftheit gleichbedeutend mit Schwäche oder Unfähigkeit sei.
Herland ist weit mehr als ein historisches Kuriosum. Es ist eine scharfsinnige Gesellschaftskritik, die auch über 100 Jahre später verblüffend aktuell bleibt, wenn es um die Frage nach Geschlechterrollen und sozialer Gerechtigkeit geht. Gilman regt dazu an, die Strukturen unserer eigenen Welt radikal zu hinterfragen.
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Charlotte Perkins Gilman

Charlotte Perkins Gilman

Charlotte Perkins Gilman (1860 bis 1935) war eine wegweisende US-amerikanische Soziologin, Schriftstellerin und eine der profiliertesten Vordenkerinnen der frühen Frauenbewegung. Geboren in Hartford, Connecticut, war sie die Großnichte der Autorin Harriet Beecher Stowe, wuchs jedoch in wirtschaftlich prekären Verhältnissen auf. Ihr Leben und Werk waren stark von persönlichen Krisen und dem Kampf gegen die gesellschaftlichen Einschränkungen ihrer Zeit geprägt.
International bekannt wurde sie vor allem durch ihre Erzählung Die gelbe Tapete (1892), in der sie den psychischen Verfall einer Frau unter einer patriarchalen Ruhekur beschreibt: ein Werk, das heute als Meilenstein der feministischen Literatur gilt. Über ihre literarische Arbeit hinaus leistete Gilman mit Schriften wie Women and Economics (1898) bedeutende soziologische Beiträge. Darin forderte sie die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau und schlug radikale Reformen vor, etwa die Professionalisierung von Hausarbeit und Kinderbetreuung, um Frauen die Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen.
In ihren späteren Jahren verfasste sie mit Herland (1915) eine bekannte utopische Trilogie über eine ausschließlich weibliche Gesellschaft. Trotz ihrer progressiven Ansichten zum Frauenstimmrecht und zur ökonomischen Gleichstellung blieb ihr Erbe durch ihre zeitgenössischen Positionen zur Eugenik nicht unumstritten. Nachdem bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden war, setzte Gilman ihrem Leben 1935 durch Suizid ein Ende, wobei sie in ihrem Abschiedsbrief das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Tod betonte.

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