Pete bellte laut, aber wesentlich weiter entfernt, als ich es vermutet hatte. Seit wann traute er sich denn nicht mehr, die Treppen hochzurennen? Kichernd und völlig außer Atem trabte ich die morschen Stufen wieder nach unten, aber Pete stand am Rand des Stegs. Seine Ohren waren angelegt. Wieso hattte er Angst? Wir waren doch ganz allein hier. Auch Wildschweine oder Füchse wurden schon lange nicht mehr gesichtet. Drückendes Unbehagen breitete sich in mir aus. Ich hob Miese-Pete hoch, um ihn zu untersuchen, aber er war völlig unverletzt.
Gerade als ich mich wegdrehen und auf den Heimweg machen wollte, sah ich den grotesk verdrehten Ast. Beim genaueren Hinsehen sah es aus wie eine Hand.
Alina Münzner wuchs in einem kleinen Dorf nahe der tschechischen Grenze auf. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für kreative Ausdrucksformen und begann mit 13 Jahren zu schreiben. Nach einer erfolgreichen schulischen und akademischen Laufbahn schlug sie beruflich den klassischen Weg ein, suchte jedoch bald einen Ausgleich zur rationalen Welt und fand ihn im Schreiben. Ihre Geschichten berühren leise, stellen Fragen und öffnen Räume für das Echte.
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