In seinem Werk untersucht Jochen Mitschka die Instrumentalisierung von Menschenrechten und NGOs als geopolitische Werkzeuge für Farbrevolutionen und militärische Interventionen. Der Autor argumentiert, dass historische und moderne Narrative gezielt manipuliert werden, um die wahren, oft kapitalgetriebenen Interessen westlicher Mächte zu verschleiern. So zeige ein Blick in die Geschichte, dass liberale Revolutionen wie die in den USA oder Frankreich den Schutz des Privateigentums - wozu damals auch Sklaven zählten - über die tatsächlichen Menschenrechte stellten. Diese Logik ziehe sich bis in die Gegenwart, wo wirtschaftliche Eliten statt der Bevölkerung gerettet werden. Mitschka dekonstruiert populäre historische und religiöse Vorbilder wie Karl den Großen, Henry Kissinger oder den Dalai Lama, um aufzuzeigen, wie mediale und politische Mythenbildung Verbrechen kaschiert. Im Zentrum des Buches steht die Kritik an staatlich oder oligarchisch finanzierten NGOs. Organisationen wie das NED oder USAID fungieren laut dem Autor als moderner "Werkzeugkasten", der verdeckte CIA-Operationen abgelöst hat, um gezielte Regimewechsel durch Farbrevolutionen zu forcieren, wie Fallbeispiele in Hongkong, Nepal oder der Ukraine belegen. Schlagen diese fehl, dienen erzeugte Narrative und verhängte Wirtschaftssanktionen als direkte moralische Rechtfertigung für verheerende Stellvertreterkriege, was im Buch detailliert am Beispiel des Syrien-Konflikts analysiert wird.
Jochen Mitschka, der fast die Hälfte seines Arbeitslebens seinen Lebensmittelpunkt um Ausland hatte, war in leitenden Positionen in der Chemie- und Pharmaindustrie und als selbständiger Unternehmensberater tätig. Die letzten Jahre vor seinem Ruhestand in Deutschland als Projektkoordinator und -manager für eine Spezialsoftware-Firma als Zulieferer der Pharmaindustrie.
Er lebt nun im südlichen Afrika und versucht die Sichtweise des globalen Südens in seine Bücher einfließen zu lassen, die er seit 2016 unter eigenem Namen veröffentlicht. Er spezialisierte sich auf die Krisen in Westasien und in der Ukraine und verfasste und übersetzte mehrere Bücher darüber.
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