Es ist das Jahr 1986. Andi, Alfi und ich sitzen stark angetrunken in der Kneipe und haben eine Idee. Es ist DIE Idee. Wir gründen eine Band. Was eigentlich nur als reines Gedankenspiel durch den Raum schwirrt, entwickelt sich in meinem Kopf in kürzester Zeit zu einem alles verzehrenden Flächenbrand. Von Sekunde eins an brennt meine Lunte an beiden Enden. Es gibt jetzt kein zurück mehr. Die Karten sind gelegt. Ich muss jetzt ein Rockstar werden.
Die folgenden Geschichten sind ein gutes Beispiel dafür, wie man in einer Zeit, in der es weder Internet, Amazon, Spotify oder Handys gab, den steilen Aufstieg zum Olymp der Musikgeschichte einschlagen konnte. Sie sind aber auch ein schillerndes Beispiel dafür, wie ein kleiner langhaariger Zottel, der vor Selbstüberschätzung und viel zu großen Träumen nur so strotzte, in sehr kurzer Zeit von einer Katastrophe in die nächste rutschte. Die Palette reicht von Störung des öffentlichen Nahverkehrs, über Hausverbot im Fastfood-Restaurant bis hin zum fatalen Einsatz fragwürdiger Elektrogeräte. Und was war jetzt mit der Leberwurst? Die spielt natürlich auch eine Rolle.
Der gelernte Mediengestalter und leidenschaftliche Bassist lebt mit seiner Familie in Essen, im Herzen des Ruhrgebiets. Im Alter von 18 Jahren gründete er seine erste Band und ist seitdem als Musiker aktiv. Das Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten entdeckte er schon verhältnismäßig früh für sich und veröffentlicht mit "Hardrock, Leder, Leberwurst" eine erste kleine Anekdotensammlung aus seiner Sammlung.
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