Du sitzt fest. Nicht dramatisch, nicht als Geschichte, sondern als Zustand. Die Couch ist dein Startpunkt, dein Bodenpersonal, deine Umlaufbahn. Und irgendwo außerhalb deines unmittelbaren Greifradius liegen sie: weitere Räume, andere Module, neue Parameter. Küche, Flur, Bad, Vorräte, Werkstoffe, Übergänge. Alles da, nur nicht erreichbar, wenn man sich an die üblichen Methoden hält.
Dieses Buch schlägt deshalb einen anderen Weg vor. Es behandelt deine Wohnung wie ein Habitat und dich wie die Crew einer privaten Mission. Du baust kein Raumschiff aus Stahl und Titan, sondern aus dem, was wirklich vorhanden ist. Du lernst, Materialien als Struktur, Hülle und Verbindung zu lesen. Du entwickelst ein Fahrzeug, das in Mikroimpulsen bewegt wird. Du navigierst nicht nach Gefühl, sondern nach Landmarken, Haltpunkten und wiederholbaren Tests. Und du beginnst, die vertraute Umgebung so zu kartieren, als würdest du sie zum ersten Mal betreten.
Handbuch zur privaten Raumfahrt ist ein nüchternes, überraschend praktisches Bordbuch für Menschen, die immer Astronaut werden wollten, und die bereit sind, ihre Umgebung mit technischer Fantasie und wacher Achtsamkeit neu zu erschließen. Kein Pathos, keine Fluchtfantasie, sondern ein ernst gemeinter Leitfaden für eine Expedition, die näher ist, als man denkt.
Am Ende steht ein Ereignishorizont. Und die Frage, ob du ihn passierst.
Herold zu Moschdehner lebt in Bobitz. Er ist ein mannigfaltiger Autor, Hellseher, Eremit und Lebemann. Wenn er schreibt, tut er es mit ruhiger Hand und wachem Blick, als würde er die Welt nicht nur betrachten, sondern auch aus anderen Winkeln hören. Seine Texte folgen der Disziplin des Sachlichen und lassen dennoch Raum für jene feinen Verschiebungen, die man erst bemerkt, wenn man genau genug liest.
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