Die literaturwissenschaftliche Studie untersucht den Einfluss der amerikanischen hard-boiled school, insbesondere der beiden prägenden Autoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler, auf die Kriminalromane des deutschen Autors Jörg Fauser. Den Rang der Arbeit macht es aus, dass die amerikanischen Prätexte ebenfalls hervorragend behandelt werden, wobei die Studie in Auswertung der Quellen und in ständiger Auseinandersetzung mit der internationalen Sekundärliteratur zu einer neuen Gesamtdeutung der hard-boiled-school kommt, die laut Professor Dr. Volker Neuhaus (+) von der Uni Köln für deutsche Verhältnisse fast sensationell klar mit dem »Realismus«-Klischee aufräumt und es durch Konzepte der Intertextualität und der Romantisierung ersetzt. Die Studie erschien erstmals 2001 im Kölner Teiresias-Verlag, der schon seit geraumer Zeit nicht mehr existiert. Anlässlich einer Fachtagung zu Jörg Fauser im Jahr 2024 in München wurde offenbar, dass Literatur über den Kult-Autor immer noch kaum vorhanden ist, sodass sich der Autor zur Neuauflage seines »Pionierwerks der Fauser-Forschung« entschloss.
Wolfgang Kemmer studierte in Köln Germanistik, Anglistik und Angloamerikanische Geschichte und arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich als Autor, Lektor und Dozent. Zu seinen Veröffentlichungen zählen sieben Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Für verschiedene Verlage brachte er bisher zwölf Anthologien heraus, zudem betreute er acht Jahre einen Krimi-Podcast für Jokers-Weltbild. Er ist Mitglied im SYNDIKAT, der Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Autoren, sowie im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 2011 war er nominiert für den Agatha-Christie-Preis, 2016 für den Schwarzwälder und 2019/20 für den Freiburger Krimipreis. Seit drei Jahren arbeitet er an einem integrativen Buchprojekt mit Geflüchteten, denen er hilft ihre Geschichte zu erzählen.
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