Darf ein Unternehmen Stellen abbauen, obwohl es Gewinne macht? Soll Ihr Onlineshop Preise je nach Wohnort anpassen, weil der Algorithmus es kann? Und ist es in Ordnung, beim Discounter das Billigfleisch zu kaufen, solange man sich dabei unwohl fühlt? Wirtschaftsethik beginnt nicht erst im Vorstandsbüro. Sie beginnt im Alltag: an der Supermarktkasse, im Bewerbungsgespräch, beim Blick auf die eigene Stromrechnung. Gewinn und Gewissen macht diese Verbindung sichtbar. In fünf Kapiteln führt Frank C. Maikranz durch die großen Ethiktheorien, entfaltet die Logik moralischer Dilemmata und wendet sie konsequent auf reale Wirtschaftsentscheidungen an. Wirecard, Boeing, McKinsey, OpenAI: Die Fallbeispiele stammen nicht aus der Theorie, sondern aus den Schlagzeilen. Der didaktische Bogen reicht von den Grundbegriffen Moral und Ethik über Kohlbergs Stufenmodell und das Gefangenendilemma bis zu KI-Ethik, Klimagerechtigkeit und der Zukunft der Arbeit. Jedes Kapitel enthält Lernziele, Kontrollfragen und weiterführende Literatur. Maikranz bringt zwei Perspektiven zusammen, die selten in einem Kopf vereint sind: lange Jahre als Unternehmensberater in der Wirtschaftspraxis und fast zwei Jahrzehnte als Hochschullehrer mit dem Anspruch, komplexe Zusammenhänge verständlich und gelegentlich unbequem auf den Punkt zu bringen. Ein Buch für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, für Führungskräfte mit Entscheidungsverantwortung und für alle, die wissen wollen, ob sich Gewinn und Gewissen vertragen. Die Antwort ist nicht einfach. Aber sie ist lösbar.
Frank C. Maikranz ist Hochschullehrer an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Gründungsdirektor des Centrums für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (CENTIM). Bevor er vor fast zwanzig Jahren in die Hochschullehre wechselte, war er lange Jahre als Unternehmensberater tätig. In Lehre, Forschung und Praxis beschäftigt er sich mit den Spannungsfeldern von Wirtschaft, Verantwortung, Innovation und unternehmerischem Handeln.
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