Wie Lebensstil, Stress und Umwelt bis zur Genregulation wirken.
Epigenetik verändert unseren Blick auf Gesundheit, Krankheit und Altern. Denn Gene liefern biologische Möglichkeiten - entscheidend ist auch, wie Zellen diese Information unter wechselnden Bedingungen nutzen.
Eduard Rappold zeigt, wie Ernährung, Stoffwechsel, Stress, Umweltbedingungen und soziale Erfahrungen mit der Genregulation zusammenspielen. Dabei erklärt er, warum Menschen trotz vergleichbarer genetischer Voraussetzungen unterschiedlich erkranken und altern können und weshalb Gesundheit als dynamische Regulationsleistung verstanden werden sollte.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der „Organbiografie“. Gehirn, Herz, Leber, Darm, Niere, Lunge, Muskeln und Haut werden als dynamische Systeme betrachtet, in denen sich Umwelt, Lebensgeschichte und langfristige Belastungen widerspiegeln. Weitere Kapitel widmen sich sozialer Epigenetik, Stress, Einsamkeit, Trauma, chronischen Erkrankungen und biologischen Alterungsprozessen.
Der abschließende Teil richtet den Blick auf Prävention und biologische Erneuerung. Behandelt werden unter anderem Mitochondrien, Redoxregulation, Glutathion, SAM, Spermidin, NAD+ und Coenzym Q10 sowie Ernährung, Schlaf, Bewegung, parasympathische Regeneration und lebenslange Plastizität.
Als Arzt und Geriater verbindet Eduard Rappold medizinische Erfahrung mit Erkenntnissen der molekularbiologischen Forschung. Wissenschaftliche Evidenz und theoretische Modelle werden bewusst unterschieden, ebenso werden die Grenzen epigenetischer Beeinflussbarkeit aufgezeigt.
Ein fundiertes Sachbuch für alle, die verstehen möchten, wie Gene, Umwelt, Lebensgeschichte und Gesundheit miteinander verbunden sind - und warum Prävention weit mehr bedeutet als einzelne Maßnahmen.
Eduard Rappold ist Arzt und Geriater. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie Gesundheit entsteht, erhalten bleibt und durch chronische Belastungen beeinträchtigt wird. Sein besonderes Interesse gilt der Epigenetik und ihrer Bedeutung für Stoffwechsel, Alterungsprozesse und die körpereigene Regulation. Denn wir sind nicht allein das, was in unserer DNA geschrieben steht. Biologisch entscheidend ist ebenso, was eine Zelle aus dieser Information zu einem bestimmten Zeitpunkt macht. Erst dadurch wird aus genetischer Information biologische Wirklichkeit.
In "Gesundheit mit der Kraft der Epigenetik" verbindet er seine medizinische Erfahrung mit Erkenntnissen der molekularbiologischen Forschung. Er beschreibt, wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und psychosoziale Belastungen die Genregulation beeinflussen und welche Bedeutung diese Zusammenhänge für Prävention und gesundes Altern haben.
Dabei versteht Rappold die Epigenetik als eine wichtige Erweiterung des medizinischen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit. Sein Anliegen ist es, wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich darzustellen und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung differenziert einzuordnen.
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