Schlagworte: Arthouse Roman, DDR und Ostberlin, Postfaktischer Roman als Spielart der phantastischen Literatur, Poesie als Mittel der Vergangenheitsbewältigung, Fantasievolles Spiel mit popkulturellen Bezügen
"Geisterjäger Kowalski und das Ende der DDR" ist ein postfaktischer Roman. Er setzt das Leben der Anderen in das Licht der anderen Seite. In einer Zone, in der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen, agieren der Geisterjäger und seine Widersacher auf eine nachvollziehbare Weise. Die historischen Abläufen werden nicht mutwillig verändert, sondern unterliegen einem Prinzip der Aufklärung durch verzerrte Spiegelung. Dabei kommt es auf ein plastisches Erzählen an. Dieser Roman ist kein Genre. Sein Manuskript entwickelte sich über 15 Jahre zu einem so sperrig poetischen wie konsumierbaren literarischen Werk. Der Autor versah es mit über hundert Zeichnungen.
Der deutsche Dichter Joseph Braeus (*1959 in Ostberlin) ist eine Rollenspielfigur, die Jörn Gerstenberg (*1969 in Ostberlin) entwickelte, um seinen Handlungsspielraum als Autor zu erweitern. Joseph Braeus ist emotional und extrovertiert. Doch es eint ihn mit seinem Spieler, das religiöse Empfinden und die Empfänglichkeit für Gerechtigkeit und moralisches Handeln, auch wenn sie darin unkonventionelle Wege gehen.
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