Die meisten Informationen, die uns täglich erreichen, sind längst gefiltert, bevor wir sie lesen: durch Algorithmen, durch Redaktionen, durch die eigene Bequemlichkeit, bei der ersten plausiblen Erklärung stehenzubleiben. Ein "Full Read" -- der vollständige Durchblick durch einen Sachverhalt, mit allen unbequemen Zwischenschritten -- ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Dieses Buch versucht genau das: Full Read statt Kurzlektüre, Cui Bono statt Empörung. Anhand von elf Themenfeldern -- von der Erosion demokratischer Institutionen über Macht und Verantwortung in der US-Politik, die Geopolitik künstlicher Intelligenz, den Klimadiskurs und die deutsche Rentenreform bis zu Psychologie, Gesundheit und technischen Systemrisiken -- zeigt es, wie oft die einfache Erklärung eines komplexen Problems genau jenen nützt, die von seiner Nicht-Lösung profitieren.
Dabei legt jede These offen, worauf sie beruht: Wo eine Aussage auf überprüfbaren Quellen steht, wird das benannt; wo sie ein eigenes Gedankenmodell ist, ebenfalls -- keine Vermischung, keine falsche Gewissheit. Wesentliche Kapitel wurden zusätzlich von mehreren unabhängigen KI-Systemen gegengelesen und anschließend gegen Primärquellen geprüft, bevor sie in dieses Buch aufgenommen wurden.
Ein Buch für alle, die bei der Überschrift nicht aufhören wollen.
Andreas Meyer schreibt über die Mechanismen hinter öffentlichen Debatten -- wer von einer bestimmten Erzählung profitiert, und warum sie sich hält, obwohl sie sich bei genauerem Hinsehen nicht immer bewahrheiten.
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