Ein Leben wie ein Drama. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.
Anfang April öffnet sich der Vorhang für einen autobiografischen Roman, der so ehrlich ist, dass er wehtut. "FRITZ oder Wer nie sein Brot mit Tränen aß" ist die rückhaltlose Abrechnung eines Mannes, der kein Blatt vor den Mund nimmt - und der genau deshalb zur seltenen Spezies westdeutscher Autoren gehört, die sich ihr Leben lang ein unverkrampftes Verhältnis zur DDR bewahrt haben.
Mittendrin statt nur dabei: Der Leser wird zum Begleiter.
Wir schreiben das Jahr 1951. Der vierjährige Fritz überlebt knapp eine Nahtoderfahrung in der Sackkarren-Fabrikationshalle seines Vaters, ein Prolog für ein Leben voller Extreme. Noch vor der Einschulung beobachtet er den Geschäftsbetrieb der Prostituierten auf der Mainzer Straße in Wiesbaden, mit neun besteht er die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium, da hat er sich bereits durch die Kinder- Und Jugendbuchabteilung der Stadtbücherei hindurch gelesen. Mit zwölf arbeitet er bei Karstadt, mit dreizehn steht er - natürlich älter getarnt - nachts als Statist am hessischen Staatstheater auf der Bühne. Von diesem Moment an katapultiert sich Fritz von einer Lebenssituation in die nächste: Er wird zum Millionär und kämpft wenig später wieder ums nackte Überleben.
Die Reise führt ihn von Wiesbaden über Frankfurt nach Berlin und Leipzig und hinaus in die Welt: London, Jugoslawien, Indien, Florida. Doch wohin er auch geht, die Vergangenheit und die deutschen Verhältnisse lassen ihn nicht los.
Zwischen Geheimdiensten, Korruption und einem unmöglichen Haustier.
In seiner Geburtsstadt Wiesbaden wird der junge Forscher selbst zum Zielobjekt deutscher Geheimdienste, die seine Arbeit über den Widerstand von 1933-45 sabotieren wollen. Was folgt, ist ein jahrzehntelanger Kampf gegen Willkür und Korruption - gegen einen Filz aus Staatskonzernen und Justiz, der bis zur Beugehaft gegen Fritz als Mittelständler führt. Er enthüllt bisher unbekannte Vorgänge rund um den Berliner Bankenskandal und bricht das Schweigen über Bauprojekte, hinter denen sich mehr verbirgt als nur Beton.
Doch so düster die Abgründe sind, so warmherzig und augenzwinkernd sind die Momente des Glücks. Etwa wenn der dreizehnjährige Fritz nachts als Statist am hessischen Staatstheater die Bühne rockt (und dabei sein wahres Alter verschweigt) oder wenn in einem beschaulichen Taunusdorf ein Löwe als Haustier für Furore sorgt.
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