Der evangelische Theologe Friedrich Schleiermacher wird bisweilen als Kirchenvater des 19. Jahrhunderts bezeichnet und steht dadurch auf einer Stufe mit Augustinus oder Origines, den großen Denkern der alten Kirche. Schleiermacher stand seinerzeit zwar im Schatten von G. W. F. Hegel, ist aber bis heute als Influencer unterschiedlichster Intellektueller ein Geheimtipp der Geistesgeschichte. Schleiermacher hat die gebildeten Streithähne der Aufklärung und die Verächter der Religion aus ihren Verneinungen in die von ihm eigens für die Religion neu eingerichtete Provinz des Gefühls gelockt und Glaubenden ihr schlechthinniges Abhängigkeitsgefühl als Indifferenzpunkt ihrer frommen Gemütszustände verständlich gemacht. Niemand muss nicht glauben. Der philosophisch und theologisch nur schwer einzuordnende Freikirchler, Romantiker, Vordenker, Systematiker und Prediger wird In dieser Untersuchung schließlich als Metapsychiker bezeichnet, der allerdings auch machte, wie er hieß: Schleier, besonders über die Bibel. Was man heute in Theologie und Kirche endlich so schlau wie er, oder schlauer als er machen könnte, kommt jeweils am Ende der Kapitel in einer Aktualisierung zur Sprache.
Pfarrer i.R. OStR M Th Andreas Gripentrog Jahrgang 1957, verheiratet, 4 Kinder wohnhaft in Merdingen am Kaiserstuhl 40 Jahre Pfarrer der evangelischen Kirche in Österreich
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