Der in Koblenz geborene Apotheker und Chemiker Friedrich Mohr (1806-1870) hat mit seinem 1855 erschienenen "Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode" ein bahnbrechendes Werk zur Anwendung der Maßanalyse in der Praxis geschaffen. Die darin beschriebenen Geräte und Apparate wurden überwiegend von ihm selbst entwickelt, in Holzschnitten abgebildet und beschrieben. Noch heute spielt die Methode in automatisierten Titrationssystemen eine wichtige Rolle in der chemischen Analytik. Im Laboratorium der Mohren-Apotheke am Jesuitenplatz in Koblenz, 1806 von seinem Vater gegründet, hatte er alle Entwicklungen durchgeführt und erprobt. Außer seiner Ausbildung zum Apotheker hatte er auch an der Universitäten in Bonn, Berlin und Heidelberg studiert und in der letzteren 1832 zum Dr. phil. promoviert, 1857 erhielt er dien Professur für Pharmazie an der Universität Bonn. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhof in Bonn.
Nach dem Studium der Chemie in Braunschweig, Gießen und Göttingen promovierte er 1971 in Hannover, wurde Leiter der Abteilung für Umwelt und Wasseruntersuchungen am Chemischen Untersuchungsamt Hagen, dann Leiter der Chemischen Zentrallabor im Institut für Arbeitsphysiologie in Dortmund und anschließend Fachhochschullehrer für Analytischen Chemie. Nach der Habilitation 1979 wurde er Universitätsprofessor in Göttingen, dann Lehrstuhlinhaber für Lebensmittelchemie in Stuttgart un war bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Anorganische und Analytische Chemie an der TU Clausthal. 2010 erhielt er von der Gesellschaft Deutschen Chemiker den Preis für Journalisten und Schriftsteller. Er ist Autor zahlreicher Lehr-, Fach- und Sachbücher.
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