Was passiert, wenn alles, worauf man hingearbeitet hat, in wenigen Tagen zerbricht?
Dieses Buch ist kein Ratgeber, der alles richtig macht, kein stumpfer Erfahrungsbericht, keine aufopfernde Heldengeschichte. Es ist eine Sammlung von Gedanken, Momenten und Gefühlen. Ein leises Protokoll des Dazwischen: Zwischen Wartezimmern und Alltag, Hoffnung und Erschöpfung, Angst und dem Wunsch nach Normalität. Es erzählt nicht von Wundern, sondern von dem Versuch, weiterzuleben. Mit allem, was dazugehört. Ein stiller Aufschrei gegen das "Du packst das schon". Ein Anfang. Nicht, weil alles gut wird. Nicht, weil ich weiß, wie es weitergeht. Sondern weil ich gelernt habe, dass es das tut, ob ich bereit bin oder nicht.
Ich heiße Rebecca, bin 17 Jahre alt und komme aus einem kleinen Ort in Mittelfranken. Ich schreibe, um zu begreifen, zu sortieren. Um nicht zu verschwinden hinter all den Arztgesprächen, MRT-Bildern, und Wartezimmern. Ich versuche zu verarbeiten. Seite für Seite. Wort für Wort. Ich gehe noch zur Schule, 11. Klasse Gymnasium. Mein Alltag besteht aus Unterricht, Müdigkeit, Menschen, die sagen, ich sei stark und Tagen, an denen ich das selbst nicht glaube. Bücher haben mich schon immer fasziniert, und meine große Leidenschaft fürs Lesen begleitet mich jeden Tag. Was lag also näher als zu schreiben?
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